Skate-Team-Flensburg
Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.
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Deutsche Meisterschaften 2003 in Gera
27.-29.06.2003
Es sollte der letzte große Wettkampf auf der Speedskatingbahn in Gera werden. Gleich nach der DM am 27. bis 29. Juni sollte die Anlage abgerissen werden, um einem IGA-Gelände zu weichen. Doch kein Grund zur Trauer: die Geraner bekommen als Ersatz eine 200 m - Wettkampfbahn, die für internationale Wettkämpfe besser geeignet sein dürfte, als der enge 246 m - Kurs (Kurvenradius unter 10 Meter!).
Die engen Kurven gefielen uns dann doch wider Erwarten gut. Sie sind so stark überhöht, dass das Laufen zwar anstrengend ist, aber man auch mit hohen Geschwindigkeit gut durchkommt.
Das Quartier war wie immer hervorragend organisiert: Uwe Berg hatte wieder Sonderkonditionen mit dem Marriot, 10 Fußminuten von der Bahn, abgeschlossen, so dass wir sehr angenehm untergebracht waren.
Das übliche lustige Lagerleben an der Bahn wurde wieder durch sehr spannende Rennen der Aktiven gewürzt, die auch unserem Neuling Patty sehr gut gefielen. Roberto aus Eisenach, der bei einem Aufenthalt in Flensburg mal mit seiner Kindergruppe mi uns geskatet war, erhielt in unserem Pavillon Asyl (obwohl er das bei dem guten Wetter kaum gebraucht hätte) und so war einer mehr anzufeuern.
Leider musste ich in der AK 40 starten, weil 2 der angemeldeten Skaterinnen der AK 50 nicht gekommen waren. So liefen Patty und ich als Konkurrentinnen. Zu den Rennen ein Zitat aus dem Rennbericht der RSV Gera, auf deren Homepage auch alle Ergebnisse zu finden sind (www.rsv-gera.de):
"Bei den Damen siegte dreimal Katharina Berg vor der Darmstädterin Jördis Bott und Karin Grön aus Flensburg. Letztere läuft eigentlich in der AK 50, doch leider waren zwei ursprünglich gemeldete AK 50 - Läuferinnen einfach nicht in Gera erschienen. Schade, besonders auch für die über 60-jährige Christine Beulich , die so auch in der AK 40 antreten musste."
Patty hat sich gleich im ersten Wettkampf Respekt verschafft, weil sie unverzagt nach vorne ging und mehrere Runden führte. Am Ende kam es natürlich, wie es kommen musste: Katha zog mit Björdis und mir im Schlepptau an Patty vorbei. Das sind die kleinen Gemeinheiten, die man bei seinen Rennen einkalkulieren muss, wenn man sie denn kennen gelernt hat. In den anderen Rennen verhielt sich Patty "vernünftiger" und dosierte ihre Führungsarbeit besser. Zwar reichte es nicht für einen Treppchenplatz, aber sie hatte sich damit gut vorgestellt.
Für einen Treppchenplatz reichte es auch bei Holger nicht, der mittlerweile zu den Ältesten seiner AK zählt. Dafür leistete sich Holger den Spaß, immer wieder nach vorne zu stürmen, auch aus der Geraden in der Innenbahn in die Kurve zu ziehen und alle zu überholen. Von Benno Zschaetzch bekam er dafür großes Lob. Leider nützte es alles nichts: zweimal kickte Igor Filatov aus Gera (der sich natürlich dafür entschuldigte) ihn aus der Bahn. Das eine Mal fuhr Holger deshalb nach einer Pirouette in den Innenraum und direkt auf einen der dort präsentierten Smarts zu (alle atmeten auf: zum Glück ist den Autos nichts passiert!) und beim anderen Mal endete seine Drehung mit einem Po-Toucher des Abhangs auf der Seite der Bahn. Das half ihm zwar sofort wieder auf die Bahn, aber die anderen waren da schon durch's Ziel.
Es hatte also leider nichts genützt, dass Oberschiedsrichterin Dr. Barbara Fischer die 8-köpfige Gruppe vor dem Rennen ermahnt hatte: " Und wenn ich noch einmal sehe, dass einer Holger aus der Bahn kickt ..." , wahrscheinlich stand sie gerade falsch. Später sagte sie Holger dann, er hätte nach seiner Innenraumdurchquerung ruhig weiterfahren dürfen, denn es sei ja nicht seine Schuld gewesen. Das klang gut, war aber leider zu spät. Und vielleicht sollte Holger seine Pläne korrigieren und bei den Kunstläufern anheuern.
Nach drei spannenden Wettkampftagen war auch Patty davon überzeugt, dass diese Wettkampfform für Zuschauer die interessanteste ist, weil man den Stand des Rennens jederzeit verfolgen kann, und wenn die Rennen dann noch sachkundig kommentiert werden, wie hier von Uwe Berg oder in Groß-Gerau von Benno Zschaetzsch, dann versteht man auch die Taktik, die hinter manchen Manövern steckt. Martin Franz, Titelgewinner der AK 30, meinte, dass man auch nur auf der Bahn wirklich skaten lernt.
Tja, schade, dass wir in Flensburg keine haben!!!!
(Karin Grön)
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