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1. "Blade Night" in Schleswig

25.08.2003

Aus der Zeitung entnahmen wir, dass am Montag in Schleswig eine Blade Night geplant war. Mutig, fanden wir, wenn wir an die Reaktion auf ähnliche Aktionen in Flensburg dachten. Und so beschlossen wir, das Montagstraining nach Schleswig zu verlegen, damit die "arme Frau nicht alleine da steht".

Wir trafen uns um 19:00 Uhr in Bilschau. 11 Leute verteilten sich in 3 Autos und ab ging's nach Schleswig. Der Weg zum Treffpunkt war leicht zu finden, immer den Skatern nach: soviel zum Thema "arme Frau".

Alle von Euch, die nicht mit waren, dürfen sich schon mal ärgern: die Blade Night war nicht nur ein voller Erfolg, denn ca. 200 Skater kamen und die Organisation klappte hervorragend. Nein, es hat auch wirklich Spaß gemacht. Als Sahnehäubchen gab's eine verspätete, traumhaft laue Sommernacht.

Unter Führung eines Polizei-Bullies und eines sportlichen Polizisten auf dem Fahrrad, begleitet von einer "Weissen Maus" und einem Stauhelfer auf Motorrädern, ging es von der Ziegelei Jöns erst einmal abwärts, einmal gar durch einen Tunnel, wobei uns erst einmal 3 SkaterInnen vor die Füße fielen. Ach Du Schreck, dachten wir, wie soll das bloß werden - aber alle Befürchtungen erwiesen sich als falsch. Der weitere Verlauf war reibungslos, gemütlich aber zügig. Die Gruppe bremste immer rechtzeitig, die Polizei sicherte die Kreuzungen. So ging es auf das Gottorfer Schloß zu, weiter an der Schlei entlang, am historischen Holm und dem Dom vorbei. Wer die Augen von der Straße wenden mochte, hatte einen wunderbaren Blick auf die Schlei und die alte Fischersiedlung - eine wirklich schöne Strecke. Dann ging es wieder aufwärts bis zum städtischen Bauhof. Hier wurde gerastet (diese Fitness-Skater brauchen ja doch viel Pausen ;-)) und wer nichts mit hatte, konnte günstig Getränke bekommen.
Endlich ging es weiter (Speedskates sind nicht zum Stehen gemacht), bei hereinbrechender Dämmerung denselben Weg zurück, wobei der Bully erst einmal für Hallo sorgte, weil er plötzlich bremste, um die Gruppe zu sammeln. Das sollte wahrscheinlich ein Test sein und nicht alle bestanden ihn, denn einige mussten die Handbremse nehmen (Hände am Heck des Wagens). Auf dem Rückweg ließ uns die Polizei auf geeigneten Strecken ein wenig Luft - bzw. der als Tempolimit fungierende radfahrende Polizist hatte wohl auch etwas Stoff gegeben und das Skaten machte richtig Spaß. Dann ging es die Hügel wieder rauf und ich merkte, dass ich mir nun wirklich nicht den Trainingsanzug um Hüften und Schultern hätte knüpfen müssen - es war warm genug! Inzwischen war es recht dunkel. Bei den guten und teilweise richtig glatten Straßen in Schleswig war das aber nicht wirklich ein Problem. Wir bedauerten nur, dass wir wegen des nächsten Arbeitstages schon aufbrechen mussten!

Alle waren sich einig: ein schönes Erlebnis! Warum geht so etwas nicht auch in Flensburg? Die Blade Night der Sportpiraten war ein Versuch, der allerdings keinen großen Erfolg hatte. Wahrscheinlich war die Zielgruppe zu speziell (Skater- das sind die ohne Skates auf Boards), und die Strecke zu kurz. Es dürfte doch für Flensburg kein Problem sein, ein Blade Night vom Bahnhof (oder Postgelände) über den ZOB bis zur Museumswerft, dann wieder ZOB bis Sonwik und zurück zuzulassen. In Schleswig wurden problemlos schon ganz nette Steigungen bewältigt, sowohl abwärts als auch aufwärts und so ergäben sich vielleicht sogar ganz andere Streckenführungen (okay, nicht die Toosbüy-Straße!). Die Beteiligung gleich bei der ersten Veranstaltung zeigt doch, wie gut so etwas ankommt.

Vielen Dank nach Schleswig, an die Initiatorin Roschi Goudarzi, die Polizei und alle anderen Helfer!

(Bericht: Karin Grön, Foto: Matzen, Flensburger Tageblatt)

1. 'Blade Night' in Schleswig


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