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Pfingstausflug nach Pellworm

31.05.2004

(Ein persönlicher Bericht von Karin Grön)

Sieben Erwachsene und sechs Kinder wurden auf Nordstrand von einem überraschend warmen Ostwind in Empfang genommen, als sie am Pfingstmontag in Strucklahnungshörn zur Fähre nach Pellworm gingen. Der Wetterbericht hatte von Regen und Wolkendecke erzählt. Aber wer würde darauf schon bestehen?!

So fand die Überfahrt auf dem Oberdeck in der Sonne und mit starkem Rückenwind statt. Die Kinder genossen es, sich an Deck frei bewegen zu können und die Erwachsenen genossen die Sonne. Die ganze Familie Nielsen war mitgekommen, wie auch die ganze Familie Grahmann. Lars Janßen's Familie konnte nicht und so nahmen wir Lars mit, außerdem war Patty noch dabei. Auf Pellworm angekommen, zogen die Skater gleich die Inliner an und Niels, Oliver, Carola und die kleine Katie nahmen den Bus für die 1,5 km Mole, die bis zum Land zu überwinden sind.
Der Rückenwind blies uns schnell zum Fahrradverleih, wo wir auch Hajo und Heike von den Nordfriesland-Skatern trafen. Hajo hatte uns versprochen, die Insel zu zeigen.
Mit 3 Fahrrädern und einer Menge Skates ging es dann in Richtung Leuchtturm, wo wir auf die Außenseite des Deiches wechselten.

Hajo erklärte den Kindern von Zeit zu Zeit die Besonderheiten der Halligwelt. Trotz des recht rauhen Asphalts sprinteten die Kinder immer wieder los. Bei der Deichüberquerung zurück wurde dann noch die Abfahrt über die Grasfläche geübt, was außer Hajo eindeutig den Kiddies am besten gelang. Auf der etwas glatteren Binnenstraße ging es dann bis zur alten Kirche mit ihrer eindrucksvollen Turmruine. Hinter dem Deich konnten wir die kleinteilige, ursprünglich wirkende Marschlandschaft bewundern mit eingesprenkelten Warften, gewundenen Wegen auf Deichen und unterschiedlichen Bewuchsfarben.
Nach einer kleinen Rast ging es dann zurück, leider fuhren wegen des Feiertags nicht so viele Fähren, so dass wir die Insel mit der 15:45 Uhr-Verbindung verlassen mussten, so dass uns nicht allzu viel Zeit für den Rückweg gegen den Wind blieb.
Nun merkten wir erst richtig, wie der aufgebrist hatte. In kleinen Gruppen ging es gegenan. Das Windschattenfahren liegt den Kindern noch nicht so richtig und so durften sie sich zeitweise an die Fahrräder anhängen oder wurden gezogen. Über die gewundenen Deichstraßen an vielen schönen Häusern vorbei kämpften wir uns in Richtung Osten zum Hafen zurück. Vom Fahrradverleih, aus lag dann noch die lange Mole vor uns, die in gemeinsamer Anstrengung gegen den Wind überwunden wurde.

Die Tour auf Pellworm
Die Tour auf Pellworm

An der Molenspitze wurden die Skates abgelegt und bei Leo im Turmcafé konnten wir uns dann bei Kaffee und Kuchen, Pommes Frites oder Eis ein wenig erholen. Kurz vor Abfahrt des Schiffes kam dann auch der Land Rover von Momme von Holt, dem Fahrradverleiher, der so nett war, uns die Rucksäcke abzunehmen.
Schnell umgezogen und an Bord. Auf dem Oberdeck in der Sonne wurde erst einmal resümiert, was die Kinder geleistet hatten: gute 2 Stunden, eine ca. 20 km lange Tour auf Skates, auf zum Teil recht schlechtem Asphalt und gegen einen Ostwind, der sich gewaschen hatte. Das war schon eine ordentliche Leistung!

Unser Fazit war: Pellworm lohnt sich, weniger wegen der tollen Wege, da findet man auf Nordstrand glattere, sondern wegen der ganz speziellen Atmosphäre der Insel. Die Insel scheint ursprünglicher, puppiger als das landwirtschaftlich intensiver genutzte Nordstrand. Sie bietet dem Auge sehr viel Abwechslung.


Pfingstausflug Pellworm 2004 Pfingstausflug Pellworm 2004

Pfingstausflug Pellworm 2004 Pfingstausflug Pellworm 2004

Pfingstausflug Pellworm 2004 Pfingstausflug Pellworm 2004


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