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Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.

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1. Nord-Skate-Marathon in Damp

10.07.2004

Karin Grön: Um ganz ehrlich zu sein, ein "richtiger Marathon" war es natürlich nicht. Das hatte auch niemand erwartet, denn aus den Infos ging schon hervor, dass es um 2 mal 25 km mit Pause in Eckernförde ging und es keine Wertung geben sollte.
Obwohl in Flensburg mal wieder grauseliges Wetter herrschte, sind wir dann nach Damp gefahren, um wenigstens mal zu gucken und Werbung für unseren Verein zu machen. Zum Glück war es inzwischen trocken, und da wir so weit entfernt parken mussten, sind wir gleich in Trainingsanzug (Werbung für den Verein) und Skates zum Hafen gefahren. Hier waren zuvor Kinder (und Supermann) über eine Rampe in den Hafen geskatet, und es hatte eine Halfpipe-Show gegeben.

1. Nord-Skate-Marathon Damp 1. Nord-Skate-Marathon Damp

1. Nord-Skate-Marathon Damp 1. Nord-Skate-Marathon Damp 1. Nord-Skate-Marathon Damp

Wir trafen gleich Wilhelm, Arnold, Stefan, Fred und Jäcki mit ihrer kleinen Begleiterin Daniela. Überall dazwischen Fotografen und Kameras. Solch eine Beachtung wünschte man sich auch mal für richtige Speedskating-Rennen. Unser Rollsport-Präsident und Lieblingsschiedsrichter Bernd Kahlo und seine Frau Angela (den Namen hat sie nicht zu Unrecht) waren auch dort.
Die Anlage füllte sich immer mehr und als dann die Gettorfer sich entgegen ihren vorherigen Absichten anmeldeten, wollten wir auch mitmachen, jedenfalls ein Stück, und ich bezahlte den Beitrag von 10 €/Skater - 2 T-Shirts und 2 Fingerglocken bekam ich dafür.

Die Kieler hatten den Lauf organisiert, hervorragend organisiert, muss man sagen, und fungierten als Ordner. Ob sie sich damit neue Rennanzüge verdient hatten? Jedenfalls waren alle neu ausgestattet und ließen sich als Gruppe fotografieren. Sah gut aus. Dann kamen die Warnwesten drüber und endlich ging es los. Im Schritttempo.
Zwar wurde später etwas mehr Tempo gemacht, aber vorne wurde der Zug von Absperrband und Polizeiwagen zurückgehalten. Von hinten eierten 2 Typen heran, retteten sich von Bein zu Bein, um ganz vorne zu laufen und traten sich bei fast jedem Schritt gegenseitig in die Schienen. Hinter ihnen bekam ich ein sehr unbehagliches Gefühl.
Überhaupt laufen bei solch einem Fitness-Lauf alle durcheinander, das ist für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Durch das Durcheinander mussten sich dann noch von Zeit zu Zeit die Kieler Ordner wieder nach vorne durchdrängeln, nachdem sie Ausfahrten und Kreuzungen für den Zug abgesichert hatten. Einer hat dann, wie ich hörte, im Eifer des Gefechts Arnold umgeschmissen. Den Fitness-Läufern machte das Durcheinander allerdings nichts aus, sie hatten offensichtlich viel Vergnügen am gemeinsamen Fahren.

An der ersten großen Kreuzung mussten wir sehr lange warten, bis der Zug sich wieder versammelt hatte. Dann ging es endlich wieder weiter. Als besonders fiesfette graue Wolken über uns auftauchten, beschlossen wir, dass es nun genug sei, und wir nicht unbedingt nass werden müssten. Wir fuhren in eine Nebenstrasse und konnten die Länge des Zuges beobachten. Hinter dem letzten Skater kamen Polizei, mehrere Busse, einer schon fast voll mit aufgepickten Läufern und mehrere Krankenwagen. Mehrfach wurden wir aufgefordert, einzusteigen - was lieb gedacht war.
Nach dem letzten Wagen zogen wir dann davon in Richtung Damp und konnten endlich die schönen Wege genießen. Fast nur erste Klasse Sahneasphalt. Herrlich. Und nur ein Kopfschüttler, der meinte, dass Straßen nur für Autofahrer seien. Der Rückweg war viel zu kurz - im Hinblick auf die zu reichliche Kleidung wurde es allerdings schnell warm.

Stefan Hoffmann: Da habt Ihr wohl aufgehört, bevor es richtig schön wurde. Der Regen beschränkte sich auf die paar Tropfen, als Ihr aufgegeben habt. Flüsterasphalt gab es durchgängig die gesamte Strecke ohne extreme Steigungen und Abfahrten. Insgesamt also eine hervorragend ausgewählte Strecke. Für "Heizer" war diese Veranstaltung primär gar nicht gedacht. Bei der Anmeldung sagte man mir, daß dies Jahr nur zum "Üben" sei (wohl für die Organisatoren). Ein richtiges Rennen wird/soll es nächstes Jahr geben.
Vom Tempo muß ich (als Fitnessläufer) sagen, daß es im großen und ganzen okay war (auch wenn manchmal ein klein wenig schneller schöner gewesen wäre). Schade war nur, daß man häufig bergab bremsen mußte und somit keinen Schwung für den (garantiert folgenden) Anstieg holen konnte.
Bei den Getränkeständen wurde der gesamte Pulk gestoppt, um das Feld wieder zusammenzuziehen. Dieses Zusammenziehen mußte laut Organisatoren sein, da nicht die komplette Strecke abgesperrt werden konnte, sondern nur das gerade befahrene Stück. Einerseits etwas ärgerlich, da die Pausen doch recht lang waren (ich glaube meist so ca. 10-15 Minuten). Andererseits hatte man dann Gelegenheit etwas Faxen zu machen und mit anderen Skatern zu reden (Ich werd bei Gelegenheit mal kontrollieren, ob jetzt Schilder an der Tankstelle Rieseby das skaten verbieten ;-)). Anmerkung: Stefan denkt sicher an das Skateverbot auf der Pellworm-Fähre ;-).
Entlang der gesamten Strecke standen immer wieder größere und kleinere Gruppen, die anfeuerten oder sprachlos waren ob der Menge an Skatern. Der Zwischenstopp in Eckernförde war nicht der Rede wert. Ein Getränkestand, ein HotDog-Stand und etwas länger als die anderen Stopps dauernd.
Der zweite Teil der Tour wurde etwas schneller gelaufen. Leider konnte man bei einigen Skatern feststellen, daß sie wenig bis gar keine Erfahrung vom Laufen in einer so großen Gruppe haben, so daß es zu einigen unschönen "Fußhakeleien" kam.
Nach dem Zieleinlauf gab es noch eine kleine Siegerehrung für den ältesten und den jüngsten Teilnehmer. Wir haben in beiden Kategorien den zweiten Platz gemacht (Arnold und Daniela).
In Damp waren übrigens nicht nur Fotografen anwesend, sondern auch das NDR-Fernsehen, das einen kleinen Beitrag über die Veranstaltung am Sonntag auf N3 gesendet hat (Stimmt, im SH-Magazin). Hab's leider nicht selber nicht gesehen, sondern von Bekannten erfahren. In meinen Augen eine schöne Veranstaltung, die es verdient hat, wiederholt zu werden!

Jacky und Fred Berghoff: In Damp eingetroffen konnten wir uns in aller Ruhe Anmelden. Am Yachthafen war ein richtiges Eventgelände aufgebaut, inklusive Showbühne und Buden für das leibliche Wohl. Dann gab es endlich mal die Gelegenheit, sich mit Skates über eine Sprungschanze in das Hafenbecken zu befördern. Als der Veranstalter als einzige Schutzausrüstung eine Schwimmweste geliefert hat, waren wir ein wenig entsetzt. Bei der Aktion mußten sicher einige Schutzengel dran glauben.
Jetzt endlich zum "Marathon". Das Ganze lief unter kontrollierten Bedingungen ab. Vorne fuhren zwei Ordner, verbunden durch ein Flatterband, die nicht überholt werden duften. Die Wetterprognosen waren ja nichts für Schönwetterfahrer. Sicher hatten wir eine ganze Menge Glück gehabt, denn die Strecke war fast komplett trocken. Bis Eckernförde haben wir dann ca. 21 km zurück gelegt und das Tempo war so angelegt, daß jeder Spaß haben konnte. Richtig anstrengend waren die Getränkepausen. Bis Eckernförde waren es drei Stück und dann gab es immer Selter satt. Ich glaube keine war unter 15 Minuten! Bei jeder Pause dauerte es eben so lange, bis auch der Letzte eingetroffen war. Hinter den Teilnehmern gab es dann noch eine fast unglaubliche Anzahl von Rettungswagen und "Lumpensammlern". Alles professionell aufgezogen und vom Feinsten. Nur bei einigen Ordner gab es leichte Abzüge. Man hatte den Eindruck, daß sie vor lauter Übereifer manchmal recht rücksichtslos durchs Teilnehmerfeld fuhren. In Eckernförde gab es dann wieder reichlich zu trinken und leider nichts zu essen. Wir hatten unser 10 jähriges Patenkind dabei und ich konnte wenigstens für die Lütte beim Verpflegungsstand der Ordner etwas Obst schnorren. Auf dem Rückweg konnten wir dann ca. 30 km auf Skates genießen. Dabei gab es im Wesentlichen nichts Neues, nur das Tempo war etwas höher.
Eine gute Empfehlung ist sicher, daß man eine ganze Menge ausprobieren kann z.B. von hinten nach vorne sprinten, neben der Strecke fahren, das Kopfsteinpflaster ausnutzen, Technikübungen ausführen und Handybiker fragen, ob sie eine Unterstützung wünschen.
Am Ende wurden die jüngsten und ältesten Teilnehmer mit Preisen ausgezeichnet.

Wilhelm Thomsen ergänzte noch, dass es sich bei gutem Wetter sicher lohnen würde, diese Strecken für einen Ausflug zu nutzen.

1. Nord-Skate-Marathon Damp 1. Nord-Skate-Marathon Damp

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