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1st World Masters Speedskating Championship

24. April 2005

Flensburger Holger Grön Vizeweltmeister

Ca. 600 lizensierte Speedskater hatten sich zur ersten Speedskating Weltmeisterschaft der Senioren am Start versammelt. Sie kamen aus vielen Nationen zu dem für eine Weltmeisterschaft sehr früh angesetzten Rennen nach Hamburg. Mit ihnen starteten viele andere Inliner außerhalb der Weltmeisterschaft zum Hanse-Marathon. Aktive Top-Skater waren nicht sehr viele am Start, denn zeitgleich fand in Groß-Gerau mit 750 Startern das Speedkriterium statt, eine Art Vorweltmeisterschaft der Aktiven auf der Bahn.


Marathon Hamburg 2005,
1st World Masters Speedskating Championship

Bei relativ gutem Wetter - kühl und windig, aber trocken und sonnig - starteten die Skater traditionell vor den Läufern, dieses Mal allerdings nach Altersgruppen getrennt. Alleine 67 Speedskater der AK 60 waren gemeldet. Aus dem für sie vorgesehenen hinteren Startblock mussten sich die schnellen 60er erst einmal ihren Weg durch Mengen von jüngeren, langsameren Skatern bahnen. 10 km gehörte der Schrei "reeeeechts" zum Skaten dazu. Holger Grön ging sofort nach vorne, um immer im Kontakt mit seinem stärksten Konkurrenten, Guy Cailliere, aus Frankreich, zu bleiben. Nach jeder Führungsarbeit wechselten er und die anderen Schnellen immer nur ein paar Positionen nach hinten, obwohl sich inzwischen einen lange Schlange auch aus Jüngeren hinter sie geheftet hatte. Es wurde überholt, was das Zeug hielt. Holger Grön hat sich besonders über die vielen Zurufe von Freunden und Bekannten gefreut.
Dann am Anstieg Esplanade sah Grön seine Chance kommen, er gab den Anstieg hinauf alles, flog an Schlangen von Skatern vorbei und bog alleine um die Ecke in die Zielgerade auf der Karolinenstraße ein. Hier standen viele Freunde, feuerten ihn an und jubelten ihm zu. Kurz vor dem Ziel glaubte Grön sich alleine in seiner Altersklasse, doch dann raste der Franzose auf der abschüssigen Zielgerade von hinten heran und schob fast im Ziel einen Fuß vor. Das war so knapp, dass das Zielfoto entscheiden musste. Beide kreuzten die Ziellinie nach 1:24:57 h.


Marathon Hamburg 2005,
1st World Masters Speedskating Championship

Holgers Freude war trotzdem riesig, er hatte bei der starken Konkurrenz allenfalls mit einem Platz unter den ersten Zehn gerechnet. Zu seiner Freude trug auch die faire Sportlichkeit seiner Altersklassenkollegen und deren ehrliche Anerkennung bei:
"Der Wettkampf war eine harte, faire und absolute sportliche Angelegenheit. Die Strecke war perfekt von den Helfern gesichert (für schlechte Straßenverhältnisse kann man den Veranstalter nicht verantwortlich machen), die Zuschauer waren absolut skaterfreundlich. Ich möchte den Wettkampf nicht aus meinen Gedanken streichen."

Irmelin Otten, die Bundesvorsitzende des Verbandes der Speedskater im DRIV, sagte dazu:
"Hatte der DRIV in den ersten Jahren die Mastersserie (bei den Europameisterschaften) dominiert, so müssen die deutschen Sportler erkennen, dass es immer schwieriger wird, Medaillen zu erkämpfen. Zweifelsohne war der frühe Termin auch für viele Sportler ein Hindernis, denn bis März war es im Norden Deutschlands nur schwer möglich sich auf dies Event vorzubereiten.
Aus diesem Grund sind die Medaillenerfolge der Sportler aus dem Norden Deutschland besonders hoch einzuschätzen. So konnte Holger Grön in der AK 60 der Herren einen zweiten Platz verbuchen, nachdem er im Zielsprint knapp dem französischen Sportler unterlegen war. Reiner Ertel, Celle, und Max Paas, Leverkusen, komplettierten den deutschen Erfolg mit den Plätzen vier und fünf in dieser Altersklasse."


Etwas schneller als Holger Grön war Iwer Rossen. Seine Zeit reichte zwei Alterklassen darunter für Platz 48. Detlef Benthien, der erst seit dem letzten Jahr mit dem Speedskating begonnen hat, lief mit 1:36,02 h ein hervorragendes Rennen - obwohl (oder weil?) er am Freitag mit dem Rad nach Hamburg gefahren war!

Erster im Ziel war, wie schon bei früheren Hanse-Marathons, der Franzose Arnaud Giquel vor seinem Landsmann Frank Cardin (Aktivenklasse) und Massimiliano Presti, Italien. Die erfolgreichen internationalen Topsportler Giquel und Presti gaben ihr Debüt in der Altersklasse 30.

Die Sieger bei den Frauen sind wegen erheblicher Auswertungsprobleme immer noch umstritten.

(Karin Grön)

Platz Platz AK Nr. Name AK Verein Brutto Netto
144 1 T865 Dr. Cailliere, Guy (FRA) M60 PUC Paris 1:25:12 1:24:57
145 2 T111 Grön, Holger (GER) M60 TriAs Flensburg 1:25:13 1:24:57
174 3 T940 Bakker, Peter (NEL) M60 MIJV 1:27:56 1:27:41
134 48 T78 Rossen, Iwer (GER) M40 TriAs Flensburg 1:24:39 1:24:38
297 103 T964 Benthien, Detlef (GER) M30 TriAs Flensburg 1:36:07 1:36:02

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