Skate-Team-Flensburg
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Jens fiel wieder durch seinen guten Start auf - am Übergang zum Rollen muss noch gefeilt werden - mit 26,55 wurde er 6. Da ist noch viel Potential, das sicher auf den Kaderlehrgänge ausgebaut werden wird. Auch Kristian wurde 6. in seiner AK - mit 33,63 ist er zweitschnellster Flensburger über diese Strecke. Sein Trainingspartner aus Halstenbek, Timm Maasberg, wurde 2. - mit nur 19 Hundertstel Sekunden weniger. Das zeigt die enorme Leistungsdichte bei den 13jährigen.
:: Gesamt-Vereinsrekorde
Mir hingen die vielen Trainingsrunden noch in den Beinen, mit der daraus resultierenden grottenschlechten 300 m-Zeit von 41,22 sek (4 ½ sek mehr als mein Deutscher Rekord vom letzen Jahr) war es mir fast peinlich, die Goldmedaille in der AK 50 entgegen zu nehmen. Da war es mir auch kein großer Trost, dass ich wieder für meinen Laufstil gelobt wurde. Holger hingegen schaffte mit 35,91 sek seine persönliche Bestleitung, der ihn zufrieden machen konnte. Und bei Kristian leuchteten die Augen, als er hörte, dass er Holger um 2 Sekunden geschlagen hatte.
Die Aktivenklasse war gut besetzt, viele Sprinter hatten sich extra wegen der Kurzstrecken angemeldet, auch wenn sie wegen ihrer Teamverpflichtungen am nächsten Tag über die 25 km von Berlin starten mussten. Die meisten hatten allerdings trotz des großen Radius Probleme, viele strauchelten leicht oder mussten die Kurve durchrollen. Die Spitzenleistung des Tages schaffte Rick Baumann, Berlin, mit 27,65 Sekunden. Schnellste Frau war Tina Strüver mit 30,60 Sek. Der Schiedsrichter bestätigte, dass die Zeiten durchgängig schlechter waren als woanders und merkwürdigerweise als bei einem anderen Wettkampf in derselben Halle 2 Wochen vorher. Tony Deubner und Tina Strüver dominierten die jeweiligen Punkterennen über 5.000 bzw. 3.000 m. Bei den Herren ließ Sören Harder aus Halstenbek Tony aber nicht frei wirken. Immer wieder fuhr er, wie auch auf dem Ausscheidungsrennen am nächsten Tag, überraschende Angriffe - in beiden Fällen waren Vizemeisterplätze sein Lohn. Beim Ausscheidungsrennen der Damen über 5.000 m schafften es nach Fernbleiben von Tina Strüver zwei Schleswig-Holsteinerinnen aufs Treppchen: Simone Kohls aus Gettorf wurde 2. und Mirja de Vries aus Halstenbek wurde 3.
Kristine und Finn erreichten die Finale ihrer Sprintläufe leider nicht. Kristine schaffte beim 300 m Massenstart mit dem 9. Platz (38,90 Sek.) aber eine gute Platzierung bei insgesamt 17 Teinehmerinnen und Finn brauchte für das erste 1.000 m Rennen seines Lebens 2:27,10 Minuten (Platz 7).
In der Halle war es furchtbar kalt, dank geöffneter Türen an beiden Seiten der Halle. Für bessere Luft sorgten sie bei der Kälte draußen leider kaum. Bei den anschließenden 1.500 bzw. 3.000 m Rennen erreichten Jens und Kristian jeweils die 5. Plätze. Holger und ich liefen alleine für uns, nur zufrieden, weil wir die Vorjahreszeiten verbessern konnten.
Wir waren froh, als wir aus der kalten zugigen Halle herauskamen und sahen, dass im Wintergarten des Töpferhofes ein Feuer im Kamin loderte. Wir elf waren die einzigen Gäste. Der Raum war wie ein großes Familienwohnzimmer, man wechselte die Plätze zum Schnacken oder auf die Bank vor dem Kamin. Draußen tobte ein kalter Sturm.
Sonntagmorgen hatten Finn und Kristine ihre Gewandheitsläufe zu überstehen. Beide schlugen sich ganz gut, aber wenn man die Kinder aus den großen Vereinen, wie Äffchen um die Pylone sprinten, rückwärts und vorwärts springen sah, dann war klar, sie waren zu langsam für die Konkurrenz.
Dann mussten sich Jens und Kristian der Konkurrenz in den Ausscheidungsrennen stellen.
Jens kam schlecht vom Start weg, arbeitete sich aber immer weiter nach vorne, überstand alle Ausscheidungen und kam als 5. in das Ziel.
Kristian ging vom Start an nach vorne und die anderen ließen sich gerne von ihm ziehen. Als sie dann bei drohender Ausscheidung an ihm vorbeizogen, war er eingeklemmt, landete ganz hinten, kämpfte sich noch einmal ein paar Positionen nach vorne und schaffte es.
Dann fiel er jedoch ab. Zum Glück war einer noch kaputter als er. Der holte jedoch angesichts der letzten Ausscheidung noch einmal auf, und Kristian musste alle Kräfte aufbieten, um vor ihm über die Linie zu kommen, und dann noch die letzten 2 Runden zu überstehen. Auch er beendete das Rennen als 5ter. Durch seine Führungsarbeit hatte er den anderen gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist, letztlich fehlt aber noch ein wenig die Ausdauer - davon braucht man umso mehr, wenn man erstmal aus dem Windschatten heraus ist. Holger sagte den Jungs aber, dass er stolz auf sie ist, weil sie wieder ihr Bestes gegeben und nicht aufgegeben hatten. Auch Kristine wurde gelobt, weil sie in ihrem langen Wettkampf sehr schön gelaufen war und noch einige Gegnerinnen überholt hatte. Dasselbe galt für Finn, der erst seit kurzem auf Speedskates gewechselt war und trotz der Umstellungsprobleme super gelaufen war.
Die Seniorenrennen sollten erst am Nachmittag nach Siegerehrungen und Mittagspause stattfinden. Mit Warten auf die anschließende Ehrung wären wir einfach zu spät nach Hause gekommen, deshalb entschieden wir uns für die Abmeldung. Das fiel uns um so leichter, als wir beide keine Gegner hatten. So kamen die Kinder jedenfalls schon um 20:00 Uhr und nicht gegen Mitternacht nach Hause.
(Karin Grön)
:: Ergebnisse der 13. Norddeutschen Meisterschaften 2005
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