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Bundesoffene Schleswig-Holsteinische
Landesmeisterschaft 2005 in Halstenbek

21. Mai 2005

Offene Landesmeisterschaft und erster internationaler Halstenbeker Sprintcup

Allgemein
Sonnabendmorgen: es regnet. Während des Frühstücks gießt es. Immer stärker! Es graut uns vor dem nassen Tag an der Speedbahn. Doch als wir los müssen, wird es langsam besser. Zum Teil begleitet uns blauer Himmel auf der Fahrt. In Halstenbek scheint schon die Sonne und sofort werden die Pavillons aufgebaut.
Und, um es vorweg zu nehmen: es bleibt das ganze Wochenende sommerlich und warm. auch wenn immer wieder dunkle Wolkenfelder vorbeiziehen. Neben Schleswig-Holsteinern hatten für die Wettkämpfe auch Sportler aus Berlin, Eisenach, Gera, Walsrode und Celle gemeldet, darunter wieder so berühmte Namen wie Jana Gegner und Toni Deubner und so steht wieder eine bunte Zeltstadt an der Bahn.
Holger holt die Startunterlagen, die Nummern werden an den Anzügen befestigt. 13:15 Uhr, es ist Zeit für die übliche Aufstellung. Nach der Ehrenrunde sind Kristian, Jens und Lars gleich mit ihren 300 m Sprints im Eisschnelllaufmodus dran. Dabei treten wie bei Annie Friesinger und Co. jeweils 2 Sportler auf getrennten Bahnen gegeneinander und vor allem gegen die Zeit an - auf der Gegenseite wird dann die Bahn gewechselt. Alle drei müssen in derselben Alterklasse starten, obwohl Kristian z.B. fast 2 Jahre älter ist, als Jens und Lars.

Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft 2005 in Halstenbek Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft 2005 in Halstenbek

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Die Wettkämpfe

Kristine Grahmann
Bei den Schülerinnen B starten so viele Mädchen, dass Kristine zuerst durch Vorläufe muss. Sie gewinnt die 50 m Sprints souverän.
Beim 200 m Vorlauf stürzt sie aber gleich am Start und beendet den Lauf als Dritte, zum Glück reicht das für das Finale, bei dessen Start wir erstmal die Luft anhalten: Kristine wird eingeklemmt und ist Letzte.
Doch der Schiedsrichter pfeift, weil die Elektronik noch nicht so weit war und die zweite Chance lässt sich Kristine nicht entgehen. Dieses Mal kann sie gleich nach vorne gehen und entscheidet den Lauf deutlich für sich.
Mit einem vierten Platz im ungeliebten Gewandheitslauf reicht es insgesamt für den ersten Platz und einen Pokal, und Kristine darf sich nun Schleswig-Holsteinische Landesmeisterin nennen!
Zeiten LM: 50 m 00:08,760, 200 m 00:27,150, Gewandheitslauf: 00:17,650

Finn Nielsen
Trotz der vielen Schmetterlinge im Bauch sprintet Finn über die 300 m als Zweiter in das Ziel. Beim 500 m-Lauf kommt er nicht richtig vom Start los und erreicht das Ziel als Dritter. Diese Platzierung erreicht Finn auch im Gewandheitslauf, steht damit auf dem Treppchen und nimmt den Bronzepokal in Empfang.
Zeiten LM: 300 m 00:42,220, 500 m 01:11,730, Gewandheitslauf: 00:40,940

Lars Janßen
Leider hatte Lars wegen eines Schulausflugs nicht mit zur NDM nach Erfurt gekonnt und beim ersten Landestraining konnte er auch nicht dabei sein, deshalb war er in diesem Jahr noch nicht in Bestform. Als allerjüngster des Feldes konnte er deshalb nur versuchen, gute Zeiten zu laufen. Wie die anderen beiden Jungs muss Lars die 300 m und die 1.000 m im Eislaufmodus laufen - die 1.000 m ausgerechnet gegen den Stärksten seiner Klasse, Timm Maasberg. Im abschließenden 2.000 m Ausscheidungsrennen scheidet Lars so auch als erster aus. Er erreicht den 7. Platz der Landesmeisterschaft.
Am nächsten Tag sind die 300 und die 1.000 m erneut zu bewältigen. Zusammen mit den 300 und 1.000 m des Vortages gehen sie in die Gesamtwertung des Sprintcups ein. An diesem Tag schlägt sich Lars schon viel besser: Über 300 m erreicht er den 5. und über 1.000 m sogar den 4. Platz - in der Gesamtwertung landet er deshalb auf Platz 5.
Zeiten LM: 300 m 00:41,120, 1.000 m 02:17,650
Zeiten Sprintcup: 300 m 00:39,660, 1.000 m 02:11,380

Jens Nielsen
Wie auch Lars ist Jens wesentlich jünger als die Konkurrenten und kämpft einfach um seine Zeit. Über 300 m erreicht er den 6. und über 1.000 m den 4. Platz. Leider überhört Jens im 2.000 m im Eifer des Gefechts das Klingelzeichen und achtet nicht rechtzeitig darauf, dass er an letzter Position liegt. So muss er als letzter dran glauben - der 5. Platz ist die Folge. Das ergibt den Gesamtplatz 5 - in der Landeswertung Platz 4. Am nächsten Tag hat Jens Pech. Nach einem starken Rennen über die 1.000 m wird er anschließend wegen Wechselfehlers disqualifiziert. Wir können uns das alle nicht erklären, weil es nicht in der Wechselzone passiert sein kann. Doch auch die Berliner, die sich ja mit Eisschnelllauf auskennen, bestätigen, dass Jens auf der falschen Seite angekommen ist. Damit ist für Jens der Sprintcup erledigt - mit einem Streicher rutscht er an die letzte Stelle der Wertung.
Zeiten LM: 300 m 00:39,460, 1.000 m 02:10,290
Zeiten Sprintcup: 300 m 00:39,480, 1.000 m disq.

Kristian Nielsen
Unerwartet ist Kristian über die Sprintstrecken (300 und 1.000 m) schneller als der von ihm gefürchtete Sascha Engelhard aus Celle und belegt jeweils den 2. Platz. Sascha ist allerdings im Ausscheidungsrennen stärker, doch der dritte Platz dort reicht Kristian aus. Er wird hinter Timm Maasberg aus Halstenbek Vizemeister.
Im Sprintcup legt Kristian noch mal zu, doch Timm kann er nicht knacken - mit dem zweiten Platz im Sprintcup ist er aber auch sehr zufrieden.
Zeiten LM: 300 m 00:34,470, 1.000 m 02:01,860, 2.000 m 03:39,000
Zeiten Sprintcup: 300 m 00:34,600, 1.000 m 01:58,390

Karin Grön
Die Senioren haben ebenfalls die beiden Einzelzeitläufe zu bewältigen und einen 3.000 m Massenstart. Ich starte immer zusammen mit Marina de Vries (AK 40), Heide, die mir nichts schenkt. Ich ihr auch nicht und irgendwie beflügelt es uns beide. Bisher schaffe ich es zum Schluss immer, doch erste zu werden. Dabei sind wir eigentlich keine Konkurrentinnen, denn wir starten beide alleine in unseren Alterklassen.
Als wir mit allen anderen Frauen am Start stehen, um zum 3.000 m Rennen zu starten, werden plötzlich alle Männer dazu aufgerufen (weil es schon so spät ist). Die sind aber noch nicht fertig - noch ein paar Runden bewegen - inzwischen ist es empfindlich kühl geworden. Die Frauen werden nach Altersklassen vorne aufgestellt - dann die Männer AK 40, dann 50, dann Holger und ich. Holger meint - na gut, laufen wir eben zusammen. Aber als der Startschuss fällt, sprinte ich los, will zu den Frauen. In der Kurve überhole ich in einer Männergruppe viele dann aber plötzlich. Nach einiger Zeit schiebt sich wieder eine ganze Gruppe an mir vorbei - es ist wie in einem Aktivenrennen - darunter auch Marina. Ich schließe hinter Marina an, vor der Michaela (AK 30) aus Lübeck läuft. Marina will Michaela nicht überholen, weil die in den vorangegangenen Rennen so stark war.
Irgendwann sagt Holger: ich geh jetzt vorbei, dann kannst Du Dich ranhängen - stattdessen flitze ich los, vor Michaela - Holger kommt nach und setzt sich vor mich - ist aber immer ein wenig zu schnell. Ich schick ihn los, da lauf ich lieber mit den Mädels. Doch die sind zurückgefallen - es sind noch 6 Runden - oweih, und das alleine.
In der vorletzten Runde kommt Harry de Vries vorbei - er hat uns überrundet. Kurz vor dem Ziel überrundet uns dann auch Holger mit vielen anderen hinter sich. Das war ein unerwartet spannender Kampf.
In den beiden Sprintrennen am nächsten Tag treten dann wieder Marina und ich gegeneinander an. Marina flitzt immer los, ich kann nicht gleich folgen. Im letzten Rennen (1.000 m) haben wir beide schon Puddingbeine und trotzdem: wir fighten. Marina ist die meiste Zeit vorn, weil sie einfach besser startet. Ich rechne nicht damit, dass ich es noch mal schaffe - doch der Abstand wird immer kürzer und im letzten Wechsel liege ich dann vor ihr. Knapp schaffe ich es noch mal: wir beide stöhnen beim Zieleinlauf, sagt der Schiedsrichter. Marina hat ihre Bestzeit gelaufen - super!
Zeiten LM: 300 m 00:37,740, 1.000 m 02:10,450, 3.000 m 06:27,160
Zeiten Sprintcup: 300 m00:38,930 , 1.000 m 02:06,900

Holger Grön
Auch Holger hat keinen Gegner - im Sprintcup läuft er sogar nur gegen die Zeit, weil die Nebenbahn frei bleibt. Trotzdem erreicht er gute Zeiten und für ihn die Krönung war das zuvor beschriebene Rennen, das er als Gesamtzweiter beenden konnte, obwohl er ganz hinten gestartet war und erst in der 6. Runde durchgestartet war.
Zeiten LM: 300 m 00:36,270, 1.000 m 01:56,380, 3.000 m 06:27,160
Zeiten Sprintcup: 300 m 00:36,380, 1.000 m 01,58,240

Staffelläufe
Als jüngste Staffel traten die drei (Kristian, Jens, Lars) dann zum Schluss noch gegen Staffeln der Alterklasse der Junioren B (15 - 16jährige) aus Gera und Berlin und die Halstenbeker an. Obwohl chancenlos kämpften die drei, selbst als nach einem Sturz beim Anschieben (Staffelwechsel) der Vorsprung der anderen noch größer wurde. "Im nächsten Jahr sieht das anders aus!", sagten sich die drei!

(Karin Grön)

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Ergebnisse des Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaft 2005
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