Skate-Team-Flensburg
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Dass es beim Marathon durchaus Schmerzen und Ärger gegeben hat, erfahre ich dann von Holger, obwohl in der Presse anderes behauptet wird. Iwer und er sind ca. 5 km nach dem Start, nach der Verengung von 6 Spuren auf 2 auf einen Menschenhaufen gestürzt, der mindestens schon 2 Lagen dick war. Auf sie fielen noch mehr Skater - die unten liegenden schrieen, um die Gruppe herum lagen verstreut Flaschen, sogar ein Chip - Holger erzählte von viel Blut. Iwer konnte sich schnell befreien, Holger aber auch zügig. Zu Anfang wurde in den Gruppen verhalten geskatet, aber später stürzte Iwer noch einmal. Dieses Mal viel schlimmer - er brauchte Minuten, um sich zu erholen. Helm kaputt, aber Kopf heil. Auch Reiner, der etwas später kam, und Ilona und Ulli in einer der nächsten Gruppen sahen noch Menschen am Boden liegen, von Sanitätern versorgt. Wie man im Forum las, hatten einige den größten Teil der Nacht in Krankenhäusern verbracht, mindestens ein Sportler musste dort bleiben. Holger und Iwer meinten, ohne den Massensturz hätten sie gut den Vereinsrekord knacken können. Im Forum wurde das "Gruppenkuscheln" genannt. Ähnliches, aber nicht so Gefährliches soll sich in der A-Gruppe schon vor der Startlinie abgespielt haben. Totale Überdrehtheit wegen Rekordsucht wurde diagnostiziert. Die Orga war nicht schuld, die wurde sehr gelobt.

Bei Holger wurde die Endzeit dann 1.15:35 (3. der AK 60) und bei Iwer nach der zweiten Auszeit 1:19:41. Reiner war nach einer starken ersten Hälfte in der zweiten abgebrochen und schaffte 1:27:42, vielleicht hatte sein Körper sich schon auf den nächsten Tag vorbereitet. Von Reiner gibt es noch einen Extrabericht. Er ist ja am nächsten Tag noch einmal gestartet, aber zu Fuß.
Ulli und Ilona sind zusammen gelaufen, haben es genossen und keine gefährlichen Erlebnisse gehabt. "Wir halten uns ja raus", meinte Ulli und grinste. Mit 1:36:53 sind beide Bestzeit gelaufen und entsprechend zufrieden: "Ilonas Eltern haben mich total verwöhnt, und sie haben uns total engagiert angefeuert!".
(Karin Grön)
Nach einer staureichen Anfahrt von 6 Stunden trafen Ute (Ehefrau) und ich bei den Messehallen ein. Hier liefen uns Ulli und Ilona über den Weg, die ihre Startunterlagen bereits abgeholt hatten. Leider konnten die Startnummernausgeberinnen mit meiner kombinierten Lauf- und Skateanmeldung nichts anfangen. Sie meinten, dass das doch gar nicht ginge (Skaten und Laufen). Ein "Oberaufseher" konnte das dann klären und händigte mir die Unterlagen aus.
Anschließend gab es Nudeln satt.
Außer Ulli und Ilona waren auch Holger und Iwer beim Marathon am Start, die in Startblock B ganz vorne standen. Beide hatten sich Vereinsrekord bzw. Bestzeit vorgenommen. Ich blieb weiter hinten im Block, musste ja nur einigermaßen heil durchkommen, weil die richtige Herausforderung erst am Sonntag auf mich zu kam.
Puh, was hatte ich mir bloß eingebrockt.
Beim Skaten kam ich so lala durch - ohne Sturz, obwohl es 2 mal knapp davor war. Aber die Zeit war nicht vom Feinsten. Viel Pech hatten Holger und besonders Iwer. Iwer war nach dem Rennen sehr nachdenklich und enttäuscht.
Aber es gab auch strahlende Gesichter. Ulli und Ilona sind überglücklich nach gut 1:36 h gemeinsam durchs Ziel gefahren. Glückwunsch an beide.
Abends tranken wir auf der Party noch 2-3 Gerstenkaltschalen, aßen zusammen indonesisch, was Ute, Ilona und mir "Montezumas Rache" bescherte. Oder lag`s am Bier?
Am nächsten Tag: 05:45 Uhr aufstehen, Müsli machen, Sachen packen, um gegen 8:00 Uhr im Startbereich einzutreffen. Bei km 16, 21, 36 und im Ziel warteten meine treuen Helfer und Anfeuerer, ohne die ich das Ziel wahrscheinlich nicht aus dieser Perspektive gesehen hätte. Vielen Dank an Ute, Ilona und Ulli! Nach 4:15 h lief ich - restlos kaputt - aber glücklich durch`s Brandenburger Tor. Das wird aber wohl ein einmaliges Erlebnis bleiben!
(Reiner Tuma)
Download Ergebnisliste TriAs Flensburg, 32. real,- BERLIN-MARATHON (PDF-Datei 26 KB)
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