Skate-Team-Flensburg
Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.
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1. Flensburger Nordic Walking Tag
Was man mit Stöckern so alles machen kann
25. März 2006
Schnee lag am Sonnabend trotz der morgendlichen Flocken nicht mehr, wir konnten Hajos Beispiel deshalb leider nicht folgen. Stattdessen bot das VW-Autohaus an der Nordstraße einen großen Nordic-Fitness-Tag mit Beratungen, Informationen, Verkaufsständen und Touren. Schwerpunkt war natürlich Nordic Walking, aber auch an Nordic Blading war gedacht worden.
Gegen 11 Uhr wollten wir dort mal reingucken, hatten wir locker besprochen. Wegen der Nässe am Morgen nahm ich das Auto, guckte mich um im Trubel der orange gekleideten Menschen, die mit Stöckern hin und her eilten, um dann im schneidenden Wind vor der Verkaufshalle ein Aufwärmtraining zu absolvieren. Das wirkte zeitweise wie ein Rittertanz, was haben wohl die Autofahrer auf der Nordstraße gedacht?
In der Halle war niemand, doch draußen umwirbelte mich Fred auf Skates und mit Stöcken in der Hand. "Wo sind Deine Skates?" Soll ich wirklich noch? Tja, okay, ich hol sie. Also nach Hause, umgezogen, Holger war auch vom Eislaufen zurück, und wir beide auf Skates zurück zu Thurner. Wir hatten uns ja echt beeilt, aber "Für die lange Wartezeit bist Du mir aber einen Kuchen schuldig", meinte Fred. Tja, in der Kälte war ihm das natürlich lang geworden, und da ist er in die Halle geskatet, wo er den Duft von frischgebackenen Waffeln ertragen musste, der Arme. Und die Guides hat er beschnackt, mit der nächsten Tour noch zu warten. Doch nun standen wir an, um Stöcke auszuleihen. Das ist furchtbar anstrengend, warnte mich ein junger Mann. Hm, sah ich so schwach aus - bei den Hüftmuskeln? Draußen übten wir erst einmal ein wenig. "Die sind aber mutig mit ihren neuen Autos", sagte eine Mitskaterin, nun ja, vielleicht waren es ja nur Gebrauchte, allerdings habe ich mich auch gewundert, über das Vertrauen des Autohauses. Manchmal war nicht viel Platz zwischen Stockspitze und Auto, konnte ich beobachten. Fred half mir noch, die Schlaufen besser einzustellen, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, zu weit oben zu halten, wodurch die Stöcke recht schwer waren - die Schlaufen von unseren Walking-Stöcken gefallen mir besser.
Nachdem wir uns ein wenig auf dem Platz bewegt hatten und feststellen konnten, wie schwierig es ist, sich vom harten Asphalt abzustoßen, bzw. dort Halt zu finden, gingen wir auf eine Tour mit 2 netten Betreuern aus Heide, wie wir erfuhren. Holger zischte gleich vorweg und wir gegen den fiesen Wind hinterran. Zwar hatte keiner von uns Probleme mit der Doppelstocktechnik, aber bei höheren Geschwindigkeiten brachte der Abdruck nichts mehr. Außerdem rutschte immer mal wieder ein Stock ab, was mit mehr Praxis sicher zu verbessern wäre. Aber ganz ehrlich: Wenn man sich auf seine Füße konzentriert, und vernünftig skatet, ist man mit unter die Achseln geklemmten Stöcken wesentlich schneller. "Es geht dabei doch nicht um die Geschwindigkeit", lümmelte Holger mich aus. Soso, warum pest er dann so rum?
Allerdings stellten wir alle fest, dass bei langsamer Fahrt auch der Abdruck aus den Stockspitzen hilft. Und ist ja auch gut für den Schultergürtel.
In Höhe des Weesrieser Gehölzes drehten wir dann um, weil die beiden Guides ja auch noch andere Skater betreuen mussten. Holger war fast schon auf dem Weg zur Montagstour gewesen, so dass wir auf ihn warten mussten. Dabei erfuhren wir, dass die mitskatende junge Frau aus Glückstadt war, schade sie skatet technisch hervorragend. Und die Guides hätten auch gut in unseren Verein gepasst. Auf dem Rückweg trafen wir noch Reiner, der durch den Polarvortrag seinen Start zum 15 km-Walk verpasst hatte und sich nun vor dem Walken ordentlich warm laufen konnte - um seine Gruppe noch einzuholen.
Im Autohaus gaben wir die Stöcker wieder ab und belohnten uns mit Kaffee, Waffeln und Kuchen. Wir lauschten dabei dem Vortrag Dr. Wessinghages, der bei unseren Ankunft gerade über die deutschen Beamten im Innendienst herzog, die er - so richtig fett im Klischee - als die unbeweglichsten Deutschen bezeichnete, aber er hatte es immerhin geschafft, ausgewählte Exemplare durch Nordic Walking fitter zu machen. Tja, da hatte er bei mir ja einen Stein im Brett. Irgendwie erinnerte mich sein Vortrag an eine Verkaufsveranstaltung für Wärmedecken.
Doch das hat mir den Tag nicht versaut. Wie immer, wenn die Skater zusammen sind - und seien es nur drei "Exemplare" - wurde wieder viel gelacht, wir hatten uns bewegt und die Nase in den kalten Wind gesteckt. Wobei wir wieder einmal feststellen konnten, dass das Wetter überhaupt nicht mehr so schlimm ist, wenn man erst einmal unterwegs ist - und dass die ersten Kilometer draußen auf dem Asphalt immer erstaunlich schwer sind.
Die tollen Bilder hat uns Hajo Schlehufer freundlicherweise zur Verfügung gestellt, leider haben wir keine eigenen von unseren "Stock-Abenteuern".
(Karin Grön)
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