Skate-Team-Flensburg
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Auch Finn Nielsen schaffte es nicht, seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, die er nach seiner Aufholjagd in Heide aufgebaut hat.
Vielleicht weil er bei Kristine sah, wie schwierig es war, sich zwischen den erfahrenen Sportlern aus den Hochburgen durchzusetzen, ließ er sich von den Schmetterlingen in seinem Bauch nahezu lähmen. Auch er hatte Probleme mit dem Sprintstart, und damit, sich im Feld der 11 Starter zu behaupten. Leider konnte er aufgrund seines Lampenfiebers seine normale Leistung nicht abrufen. Es fehlt einfach an Routine und Gelassenheit, die für die richtigen Reaktionen und den Umgang mit der Aufregung erforderlich ist. Vielleicht würde es helfen, wenn er das nächste Rennen ohne Ambitionen und nur aus Freude am Skaten anginge.
Lars Janßen und Jens Nielsen hatten die Probleme ihrer jüngeren Teamfreunde beobachtet und beschlossen, es anders zu machen. Zwar konnten beide auch nicht im vorderen Feld mitmischen, doch wuchs insbesondere Lars über seine gewohnte Leistung hinaus. Er konnte sich im 3.000 m Ausscheidungsrennen gleich an das Hauptfeld hängen. Auch Jens holte alles aus sich heraus und kämpfte sich nach mehreren Runden alleine wieder heran. Beide überstanden deshalb die Ausscheidungen und konnten das Rennen zu Ende laufen. Im Punkterennen am Sonntag überzeugte dann besonders Lars. Jens hatte mit einer Erkältung zu kämpfen, hielt sich aber tapfer. Lars schaffte es in die zweite Gruppe. Punkte waren dort zwar nicht zu erringen, aber immerhin kam ein 5. Platz dabei heraus. Auch Jens hielt über die lange Distanz durch. Beide Jungs zeigten, dass sie kämpfen können. Wenn beide im Training etwas engagierter wären, und auch ein wenig mehr versuchen würden, an ihrer Technik zu feilen, könnte sie noch viel weiter kommen.
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Kristian Nielsen lieferte dann nach einer 31:977 min über die 300 m ein schönes 5.000 m Ausscheidungsrennen ab. Kristian konnte sich anfangs im Hauptfeld behaupten, versuchte auch mal, weiter nach vorne zu laufen, doch am Ende ließen die Kräfte etwas nach. Er gab jedoch nicht auf und erreichte als 2. der Verfolgergruppe das Ziel. Das brachte ihm immerhin einen 5. Platz von 9 ein. Und Kristian knackte den Vereinsrekord von Fred Berghoff.
Da er sich von Holger immer wieder hat anfeuern lassen, obwohl er dachte, nix ging mehr, waren die Beine am nächsten Tag beim 3.000 m Punkterennen doch etwas lahm. In diesem Rennen rannten 3 Sportler so heftig los, dass er sich gleich in das Verfolgerfeld einreihen musste. Er hatte mit den Punkten folglich nichts zu tun, verteidigte aber wieder seinen 5. Platz.
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So kommen wir wieder zum Thema Glück: Glück ist für Speedskater auch, wenn sie in der Nähe einer Skatebahn wohnen. Am Beispiel Kristian kann man gut die Vorteile des Bahntrainings sehen. Auch wenn er auf der Straße mit unseren schnellsten Flensburgern mithalten kann: die, die auf der Bahn trainieren können, sind eine ganze Ecke schneller. Nur hier kann man nämlich seine Geschwindigkeit im Training wirklich ausfahren - auf der Straße steht die Sicherheit im Vordergrund. Und auch die Kurven, die viel Kraft kosten, wenn sie auch viel Spaß machen, kann man sonst nirgends so üben. Das ist auch gerade für die Sprints entscheidend.
Ach ja, ich (Karin Grön) bin auch gestartet. Da ich die einzige Starterin in meiner Altersklasse bin, skate ich eigentlich nur gegen die Uhr. Zufrieden bin ich deshalb so richtig nur mit dem 3.000 m Rennen, in dem ich wieder einen Deutschen Rekord (Kleinbahn) laufen konnte. Das verdanke ich aber auch Anke Koplin aus Halle, Silke Herrmann aus Charlottenburg und Ina Hornemann aus Meissen. Die drei haben ein solches Tempo hingelegt, dass ich alles geben musste, um mitzuhalten. Der Gedanke, sonst alleine gegen den heftigen Westwind zu kämpfen, war eine große Motivation.
Holger beschränkte sein Training hingegen darauf, seine Stimmbänder zu strapazieren. Er schrie über die ganze Bahn, bis die Stimme weg war. Aber die Kinder haben sich anfeuern lassen.
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Und noch was: im Punkterennen der Aktiven schaffte es ein Schleswig-Holsteiner auf den 2. Platz. Sören Harder aus Halstenbek rechnete mit und reagierte. Er nutzte die Tatsache, dass Tony Deubner die meisten Punkte erreicht hatte und 3 Sportler jeweils 2 Punkte ergattern konnten. 2 Punkte erhielt Sören durch den Einlauf als 2. und da er schnellster der 4 war, bedeute das die Silbermedaille für ihn. Herzlichen Glückwunsch, Sören!
(Karin Grön)
© TriAs Flensburg