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7. Wedeler Inline-Cup

13. August 2006

Marathon in Wedel - Toppzeiten bei hochklassig besetztem Wettkampf

Die 13 scheint doch eine Glückszahl zu sein, unsere Starter in Wedel haben jedenfalls allen Grund, das anzunehmen. In einem überaus stark besetzten Rennen erreichten Ilona, Holger T. und Wilhelm persönliche Bestzeiten.

Da es sich um ein GBC Class A Rennen handelte, waren die gesamte deutsche Elite und viele internationale Größen angetreten, wie z.B. Jana Gegner, Matthias Schwiertz (der Tuttlinger mit Wurzeln in Flensburg), Daniel Zschätzsch, die Wieduwilt-Geschwister, Tony Deubner und und - wo soll man bloß anfangen oder aufhören? Bestimmt haben wir einige übersehen, aber jedenfalls konnten wir Benno Zschätzsch, man könnte sagen, den besten Skaterproduzenten, begrüßen. Franl Poetzsch aus Halle berichtete, dass Tina Strüver sich nun endlich für eine Operation ihres Kreuzbandes entschieden hat.
Tina - Holger, dem ja auch eine Sehne gerissen war, meint, das war die richtige Entscheidung - egal, was der Arzt sagt! Wir drücken Dir die Daumen, dass Du nächstes Jahr wieder fit bist.
Auch der Verband war mit Axel Enderes (dem DRIV-Motor) und Irmelin Otten, Präsidentin der Speedskater, hochklassig vertreten.

Wie im letzten Jahr ließ sich das Wetter etwas durchwachsen an, um dann doch zu einem schönen warmen Sommertag, bzw. Vormittag zu reifen. Wegen Problemen mit der Gruppenzuordnung entschied Axel, dass alle Frauen gemeinsam um fünf vor neun starten sollten, die Aufstellung erfolgte nach GBC-Rangfolge, dann Lizensierte und später die anderen Skaterinnen. 5 Minuten später folgte der Start der Männer nach dem selben Prozedere.

7. Wedeler Inline-Cup 2006 7. Wedeler Inline-Cup 2006

Bis unsere Starter angesichts des riesigen Starterfeldes überhaupt an die Linie kamen, verging Zeit, und ich schaffte es nur, Wilhelm etwas verwaschen zu verewigen. Vor den Halbmarathonis skatete ich hoch zur Kurve, von wo ich dann die Gruppe gut beobachten konnte: Vorne, auffällig in ihren weißen Anzügen, die Halstenbeker Junioren. Viel später dann die Wanderskater. Hinter den letzten machte ich mich auf in Richtung Holm, denn nur abwarten ist ja langweilig. Schon bedauerte ich, nicht gemeldet zu haben, es lief herrlich, es war ein Genuß, über die schönen glatten Straßen zu rollen.

In Holm konnte ich nach kurzer Wartezeit wieder die Halstenbeker Julien Tiedtke, Maxi Pust und Christian Wilde im weißen Speedlager-Anzug fotografieren, die als erste zurückkamen (0:37'er Endzeiten). Als zweites kam eine Gruppe, in der auch Rainer Lingelbach dabei war - er hatte in der letzten Zeit nur noch Rad gefahren und traute sich den Marathon nicht zu; im Ziel hatte er aber noch den vierten Platz erreicht. Von den Frauen war als erste die Lübeckerin Michaela Hein zurück, die nach guten 45 Minuten im Ziel ankam, etwas später Carola Yris vom KMTV.

Nun machte ich mich lieber auf den Rückweg zur Kurve, herrlich das Gleiten manchmal sogar mit ein wenig Rückenwind und bergab.

So langsam trudelten immer mehr Halbmarathonis ein, es tauchten sogar schon einige auf, die kaum um eine Kurve kamen, bevor dann das riesige Spitzenfeld um die Ecke bog. Alleine das Geräusch ist für Gänsehaut gut. Leider konnte ich den Zieleinlauf der Spitzenskater nun nicht mehr erleben, aber ich habe mir sagen lassen, dass es beeindruckend war.

67 Skater stark war die Spitzengruppe, die in der ersten Minute in das Ziel kam. Wie Andre Unterdörfel (Platz 13) berichtete, war es nicht einfach, sich in dieser Gruppe zu behaupten, auf dem letzten Kilometer wurde wohl mit harten Bandagen gekämpft.
Sprinter Matthias Schwiertz passierte als erster die Linie, gefolgt von Daniel Zschätzsch und Wayne Begg (der Sohn des nominellen Bundestrainers). Den Vierten, Toni Deubner, erwischte das Losglück, er "durfte" zur Dopingkontrolle.

Bei den Mädels kam es drei Meter vor dem Ziel zu einem Sturz von Maritje Sell und Jannitta Spigt. Maritje kam trotzdem nach 1:15:03,29 in das Ziel, kurz vor Jana Gegner. Erste wurde Jenny Berndt in 1:14:56,66, Zweite Silke Heiss und Dritte Anja Kühlert.

Nachdem ich an der Kurve noch eine Gruppe hinter Dirk abgewartet hatte, und Holger nirgends sah, bin ich lieber wieder zum Ziel gefahren, nicht dass er wieder vor seinem Auto warten musste!

Doch Holger kam dann erst ein wenig später, hinter Wilhelm. Holger und Frank Wauer waren in einer kleinen Gruppe gewesen, in der ein paar Schlauberger aus Kassel ihn und Frank immer wieder ausbremsten oder zurück riefen. Allerdings selbst Schuld: was lassen sie sie auch. Und so kam von hinten die riesige Gruppe wieder ran, in der sich auch Wilhelm befand. Wilhelm nutzte ein paar Wackler in der Gruppe geschickt, um sich in der Kurve vorzuarbeiten. Damit überholte er auch Holger.

So sah ich dann im Ziel Wilhelm ankommen, dann Holger, dann Harald und kurz drauf einen überglücklichen Holger Thiesen. Dann schon die 5 Minuten früher gestartete Ilona, Arnold und schließlich Michael.
"Schon?" fragte ich ihn etwas gemein. Aber Michael wusste schon, was ich meinte - aber ich glaube, das Rauchen gibt er doch nicht auf!

7. Wedeler Inline-Cup 2006 7. Wedeler Inline-Cup 2006
7. Wedeler Inline-Cup 2006

Besonders happy waren Ilona und Holger T., konnten beide ihre Vorjahreszeiten doch um etwa 18 Minuten verbessern! Wilhelm verbesserte sich um ca. 3 Minuten und Dirk um ein paar Sekunden. Arnold und Holger hatten hingegen weniger Wettkampfglück und verschlechterten sich um ca. 3 Minuten, Michael gar um ca. 5 Minuten, da hat er wohl eindeutig zu viel geraucht.

Die Wedeler Strecke ist ja als "Schwarzes Eis" bekannt und war trotz einer eingefügten, rubbeligen "Splittschikane" für gute Zeiten wie geschaffen. Die Elite-Skater knackten den Rekord folgerichtig und verbesserten ihn von 1:09:01.33 auf 1:04:59,37.
Probleme hatten die Schnellsten nur damit, dass sie in dieser großen Gruppe die Führungsgruppe der Damen ausgerechnet in der engsten Stelle einholten. Für sie war der frühere Damenstart insofern ein Problem, für andere hat diese Art zu starten, aber doch Vorteile. So stehen nicht nur 16 - 20 lizensierte Frauen alleine am Start, um dann unweigerlich von den nach ihnen gemeinsam startenden Männern und Frauen der Allgemeinklasse überholt werden, bei denen die Nichtlizensierten im Gegensatz zu ihnen den Windschatten der Männer nutzen können. Eine Ungleichbehandlung, die wegen der gemeinsamen Wertung immer wieder zu berechtigen Protesten geführt hat, wurde mit dieser Startform vermieden.

Problematisch war aber leider wieder einmal die Auswertung und wieder war offensichtlich nicht mal eine Siegerehrung für die Altersklassen vorgesehen - das trübt den guten Eindruck von Wedel am Ende leider jedes Jahr auf's Neue.

(Karin Grön)

Die Ergebnisse im Einzelnen (PDF-Datei, 16 KB)
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