TriAs Flensburg

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Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.

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3. YOU!MM European Minority Marathon

03. September 2006

YOU!MM 2006 - ein erster Überblick

Über 220 Teilnehmer waren gemeldet, wie viele angesichts des Sturms angereist und gestartet waren, ist unbekannt, aber angekommen sind immerhin 48 Frauen und 129 Männer.
In der Nacht hatte es gestürmt, Blätter und Zweige waren auf die Strecke geweht, alles war nass. Morgens beim Start blieb der Himmel trocken, doch schon kurz nach dem Start begann es wieder zu regnen; die Strecke war glatt, stellenweise sehr glatt, besonders in den Kurven. Gerade rauer Asphalt ist rutschiger als glatter. Am anstrengendsten war der erste Teil der Strecke von den Steigungen am Ziegeleiberg und in der Osterallee bis zum Ochsenweg, weil der Wind den Sportlern heftig ins Gesicht wehte. In Padborg wurde es noch einmal besonders glatt, doch ab Omfartsvej kam endlich der leicht seitlichen Rückenwind zum Tragen, auch ging es leicht bergab - hier konnte ein wenig Luft geschöpft werden. Ebenso auf dem Töndervej. Die Ecke zur Abfahrt nach Krusau war sehr glatt, dann ging es trotz Gegenwind in der Hocke schnell hinunter zur Grenze. Ab da musste der Kampf gegen den Wind wieder aufgenommen werden. Der rutschige Berg in Wassersleben forderte die letzten Reserven. Wer hier war, schaffte auch den Rest, auch wenn es wieder Gegenwind gab. Noch bis in das Ziel musste gegen den himmlischen Widerstand hart gekämpft werden. Wer das Ziel erreicht hatte, wusste was er getan hatte!

3. YOU!MM European Minority Marathon 2006 3. YOU!MM European Minority Marathon 2006
3. YOU!MM European Minority Marathon 2006 3. YOU!MM European Minority Marathon 2006
3. YOU!MM European Minority Marathon 2006 3. YOU!MM European Minority Marathon 2006

Männer

Der erwartete Sprint der Spitzengruppe blieb aus, denn schon bei den ersten glatten Anstiegen am Ziegeleiberg und in der Osterallee mussten die Ersten zurück bleiben. Die Schiedsrichterin, die im Führungsfahrzeug mitgefahren war, berichtete, dass sich später eine Dreiergruppe abgesetzt hatte, sie meinte, einer von Zepto, ein von Rollerblade und ein anderer. Einer sei gestürzt, aber die anderen beiden hätten auf ihn gewartet. Die Gruppe war später wieder eingefangen worden. Das Tempo sei für die Wetterverhältnisse recht hoch gewesen, schon früh hätte es Sprints gegeben. Sören Harder, der viel Führungsarbeit geleistet hatte, konnte wie auch Maxi Pust bei der letzten Tempoverschärfung, die die restliche Gruppe auseinander riss, zum Glück dran bleiben.
Und so gehörten die beiden jungen Schleswig-Holsteiner zu den acht Sportlern, die unter 1:14 blieben. Als erster sprintete wieder der Gettorfer Christian Domscheit, der vor allem für Zepto im Worldcup auftritt, in's Ziel. 1:12:39, eine für die Wetterverhältnisse hervorragende Zeit. Die Vorjahreszeiten konnte er unter diesen Umständen natürlich nicht erreichen. Unterstützt hatten Christian vor allem der Niederländer Jan von Loon, der auf den 5. Platz kam, und Markus Pape (Platz 12), beide liefen natürlich ebenfalls für das Zepto-Team.
Platz 2 und 3 erreichten die Brüder Elio und Giacomo Cuncu, die zur Zeit in Berlin leben und wie der als 4. einlaufende Daniel Zschätzsch (1:12:47) im Winter Eisschnelllauf trainieren. Alle drei gehören zum Team Creative Rollerblade und haben die Treppchenplätze zusammen erkämpft. Dabei erhielten sie möglicherweise Unterstützung von Viktor Wilking (Platz 6), der zwar zum Team Vero gehört, aber wie die Cuncu-Brüder dem Berliner Verein SCC XSpeed angehört. Gemeinsam mit Daniel Zschätzsch trainieren sie in derselben Eisschnelllaufgruppe.

Das nächste Team, das Mitglieder vorne platzieren konnte, war das Speedlager-Team, dessen Mitglieder zum Halstenbeker TS Verein gehören. Sören Harder brachten seine guten Leistungen auf Platz 6, sein Mitstreiter Maxi Pust, der im Frühjahr bei einem Skateunfall schwer verletzt wurde, wurde Achter. Der dritte im Bund, Thorben Woelki, der seine sportliche Karriere auf dem Rad begonnen hatte, erreichte als 9. das Ziel. Der vierte, Nicky Pust, hatte einen Zwischensprint verpasst und wurde Fünfzehnter. Platz 10 erreichte ein Mitglied des Skate-Team-Lübeck, Sebastian Rehse. Seine Mitstreiter Dominik Hassa und Bruder Felix Rehse kamen als 11. und 13. in das Ziel. Percy Keppler, der erste Einzelkämpfer, erreichte Platz 14.

Erster Flensburger war Dirk Thaysen vom TriAs Flensburg, der die für die Bedingungen sehr gute Zeit von 1:26:04 benötigte und damit auf dem 20. Platz landete. Die weiteren Flensburger in der Reihenfolge ihres Einlaufs: Wilhelm Thomsen, TriAs Flensburg, Fabian Winkler, SV Adelby, Holger Thiesen, TriAs Flensburg, Harald Winkler, SV Adelby, Arnold Rossen, TriAs Flensburg, Wolfgang Riedel, SV Adelby, Detlef Benthien, TriAs Flensburg, Gerd Becker, TriAs Flensburg, Michael Nissen und Gerhard Romahn. Alle Zeiten siehe Liste.

Frauen

Die Frauen waren 5 Minuten nach den Männern gestartet. Sie hatten es besonders schwer, weil sie einzeln oder in sehr kleinen Gruppen gegen Steigungen und Wind und Wetter kämpfen mussten. 40% Erleichterung gibt der Windschatten eines "Vorkämpfers" in etwa den nachfolgenden Skatern. Einige ambitionierte Frauen starteten deshalb mit ihren Männer unzulässigerweise aus dem Frauenfeld. Der Vorteil, den eine männliche "Hilfskraft" gibt, ist nicht zu unterschätzen. Leider hatten es die Orgaleute nicht mehr geschafft, die Männer aus dem Frauenfeld zu halten, denn die Startblöcke hatten sich erst spät gefüllt, so gab es einiges Durcheinander.

Maritje Sell, die mit schlechten Bedingungen gerechnet hatte und deshalb auch immer im Regen auf den Rollen unterwegs gewesen war, siegte zum dritten Mal mit einer Zeit von 1:28:54. Platz 2 und 3 gingen an die Verfolgerinnen aus Gettorf: Simone Kohls ( Kieler MTV) und Alexandra Stührk (TV Gettorf). Ulla Hingst vom Skate-Team-Lübeck, die auch auf der Gettorfer Skatebahn angefangen hat, wie man hört, kam als 4. in das Ziel, gefolgt von Gabriela Schwarz, Skate-Team-Lübeck.
Die ersten Sportlerinnen aus Schleswig-Flensburg nach Maritje im Ziel waren: Heike Diedrichsen, Karin Grön und Ilona Harm, Jessica Fries und Ulli Alisch (siehe Extrabericht). Alle Zeiten siehe Liste.

Youngsterrennen

An einem Youngsterrennen, das nach dem Inlinemarathon gestartet wurde, nahmen auch TriAs-Skater teil. Trotz der rutschigen Kopfsteinpflasterpassage war es ein tolles Bild, als die Miniaturausgaben der blauschwarzen TriAs-Speedskater in das Ziel geflitzt kamen. Professionell wie die besten ihrer großen Vereinskameraden kamen sie in folgender Reihenfolge an: Lars Janßen, Jens Nielsen, Finn Nielsen, Lisa Thomsen und Kristine Grahmann. Das fand großen Anklang bei den Zuschauern.

(Karin Grön)


YOU!MM 2006: Dabei sein ist alles

Am Morgen des YOU!MM erwachte ich um 4.00 Uhr. Draußen stürmte und regnete es wie befürchtet. Trotzdem verließ ich mein Bett, um die Windrichtung zu checken. Die HSV-Fahne meines Nachbarn zeigte stürmischen Süd-West-Wind an. Ich kramte die Marathon-Karte raus und schaute, wie sich diese Windrichtung auf unsere Fahrt auswirken wird. Ihr könnt euch vorstellen, dass an Schlaf von nun an nicht mehr zu denken war!

Kurz bevor ich losfuhr, regnete es immer noch. Eigentlich wollte ich bei Regen nicht starten, verschob die Entscheidung aber, bis ich an der Hafenspitze war. Dort angekommen stellte ich freudig fest, dass es von oben trocken war und die Sonne schien. Das Trügerische: Der Wind war in der Stadt nicht annährend so zu spüren, wie später beim Skaten!

Nach dem Start waren wir eine kleines überschaubares Lady-Skate-Team:
Karin, Ilona und ich. Schon nach Kielseng und der Osterallee war mir klar, dass es für mich ganz hart werden wird. Meine Atmung glich der eines hechelndes Hundes und es würde noch sehr lange dauern, bis ich mich davon erholen könnte. Karin übernahm die überwiegende Zeit die Führung und entschuldigte sich fast dafür, wenn sie einmal in den Windschatten ging. Besondere Highlights waren für mich die Leute, von denen ich wusste, dass sie an der Strecke stehen würden: meine Arbeitskollegin Jolanta, meine Freunde Frank und Maren mit Morten in Weiche, meine Familie bei Pötzsch und Walter an der Hafenspitze. Außerdem überraschten uns Olga, Sabine, Fred, Iwer und Petra an verschiedenen Stellen der Strecke mit den netten Durchhalte- und Aufmunterungsrufen.

3. YOU!MM European Minority Marathon 2006

Trotzdem war schon ab Weiche der Gedanke in mir geboren, einfach aufzugeben. Noch immer hatte ich Probleme mit der Atmung und diese Tatsache schwächte mich immer mehr. Doch ich wusste ja, dass meine Familie bei Pötzsch stehen würde und auf mich wartet. Solange wollte ich auf jeden Fall durchhalten. Endlich waren wir dort. Schon von Weitem sah ich meine Lieben. Das hat mich wieder etwas aufgebaut. Und so ging es weiter. In Dänemark aber überkam mich Gefühl, dass ich für unser Lady-Skate-Team mehr Last als Hilfe war. Und so sagte ich den beiden, dass ich aufhöre. Sie wollten mich zum Weiterfahren bewegen, aber meine Beine fühlten sich an wie Beton mit Blei gefüllt und meine Arme waren wie Pudding. So stand ich dann also da. Nicht weit von mir entfernt waren Polizisten. Aber würden die mich nach Flensburg fahren? Bestimmt nicht. Hm, mein Handy hatte ich auch nicht dabei, um jemanden zu informieren, dass ich in Dänemark abgememmt hatte. So fuhr ich ein Stück zurück und musste an Walter denken, der ja an der Hafenspitze auf mich wartete. Da wurde mir klar: Ich musste weiterfahren! Und so sammelte ich all' meine Kraft und machte ich mich wieder auf den Weg. Zwar langsam, aber in meinem Tempo klappte es dann auch wieder mit der Atmung. Auch meinen Beinen ging es schon etwas besser.

Endlich kam die Dänemarkstrecke mit Rückenwind. So glitt ich einsam dahin, bis ein nettes Skaterpaar an mir vorbeizog. Die Skaterin sagte mir: "Häng dich dran!" Das war toll - die beiden waren meine Rettung! Leider versagten meine Beine kurz vor Krusau wieder. Doch nahm ich es dieses Mal gelassen hin. Auf der Umgehung wurde mir zu allem übel auch noch ganz schwummerig. Gott sei dank hatte ich mir noch Traubenzucker eingepackt. Nur leider war nun meine Trinkflasche leer. Die netten Polizisten am Straßenrand konnten mir da auch nicht helfen und verwiesen mich an die nächste Versorgungsstation in Wassersleben. Dort angekommen fand ich meinen Nachbarn Dierksen vor.
Ich musste anhalten und er füllte meine Flasche voll. Nach einem kurzen Schnack ging es weiter - meine Zeit war mir inzwischen total schnuppe. Als ich den Berg geschafft hatte begann die herrliche Abfahrt zum Ziel. Was für ein Hochgefühl - fast geschafft! Auf den letzten 500 Metern zog ich noch an einem Skater vorbei, der am Straßenrand stand. Der eine rief mir zu: "Guter Fahrstil!" Balsam für meine geschundene Seele!
Endlich sah ich das Ziel und kurz drauf Walter und meine Familie. Auch von den TriAssen wurde ich nett emfangen. Zu meinem Namensvetter Uli B. habe ich gleich gesagt: "Das mache ich nie wieder!" Woraufhin er antwortete: "Ach Ulli, das sagst du doch jedesmal." Er hat Recht. Schau'n wir mal ...

(Ulrike Alisch)


Maritje Sell gewinnt Inline-Marathon in Flensburg
Daniel Zschätzsch Vierter bei den Herren


Einen deutlichen Sieg landete die für Blau-Gelb Groß-Gerau startende Maritje Sell beim Inline-Rennen im Rahmen des "Minority Marathon" in Flensburg am letzten Sonntag.
Sie konnte sich einen Kilometer vor dem Ziel von der zweit- und drittplatzierten Simone Kohls (Kiel) und Alexandra Stührk (Gettorf) absetzen und einen Vorsprung von über einer Sekunde herauslaufen.
Der Inline-Marathon litt unter widrigen Witterungsverhältnissen mit böigen Winden und Regenschauern, er wurde bei den Herren bestimmt durch den Zweikampf der beiden Teams Zepto und Creative Rollerblade, die auch in der deutschen Spitzen-Marathon-Serie ganz vorne liegen, der Geman Blade Challenge.

In Flensburg gab es wenige Ausreißversuche, die aber vor allem an den nassen und rutschigen Straßenbelägen scheiterten. Zschätzsch konnte dann kurz vor dem Ziel zusammen mit seinen Mannschaftsgefährten vom Creative-Rollerblade-Team, den Italienern Elio und Giacomo Cuncu, und dem Lokalmatador Christian Domscheit (Gettorf/Team Zepto) davonlaufen, auf der Zielgeraden konnten sie aber den als Regenspezialisten bekannten Domscheit nicht mehr überholen. Elio und Giacomo Cuncu wurden Zweiter und Dritter, den vierten Platz erzielte der Groß-Gerauer Daniel Zschätzsch.

(Benno Zschätzsch)


Die Ergebnisse im Einzelnen (PDF-Datei, 80 KB)
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