Skate-Team-Flensburg
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Bei herrlichem Wetter starteten am 23.09.2006 ca. 8.000 Skater zum 33. Berlin-Marathon. Die Strecke führte durch das Brandenburger Tor, wie schon vor Jahren mal, dieses Mal Musste die Engstelle allerdings kurz vor dem Ziel passiert werden, was nicht bei wenigen Sportlern für Unbehagen sorgte. Die Einteilung der Startblöcke wurde nach den Vorfällen des letzten Jahres leider nicht verbessert und die Einhaltung der Startblöcke sogar noch schlechter kontrolliert. So wurden im A-Block, wo die internationalen Teams stehen, Fitnessskater gesichtet, von denen einige nach den Ergebnissen sogar über 2 Stunden gebraucht haben. Trotzdem empfanden die meisten Starter den Marathon durch die Hauptstadt wieder als tolles Erlebnis. Und sportlich ist der Berlin-Marathon ein besonderes Ereignis, wegen des WorldCups starten hier ALLE, die im Speedskating Rang und Namen haben (und nicht gerade verletzt sind). Auf den ersten Plätzen finden sich deshalb natürlich auch nur die "Stars".
Bei den Männern schaffte es kein Deutscher unter die ersten 10, hier die ersten fünf mit Einlaufzeiten:
1. Saggiorato, Luca (ITA), MAkt, MMCmicro Salomon World Team, 01:02:25
2. Presti, Massimiliano (ITA), M30, MMCmicro Salomon World Team, 01:02:25
3. Zangarini, Francesco (ITA), MAkt, MMCmicro Salomon World Team, 01:02:25
4. Romani, Pier Davide (ITA), MAkt, MMCmicro Salomon World Team, 01:02:25
5. Botero, Jorge (COL), M30, Rollerblade World, 01:02:25
Erster Deutscher war Felix Rijhnen, der ist übrigens beim ersten Marathon in Flensburg gestartet (1997), da war er 7 Jahre alt (http://www.felix-rijhnen.de/mich.htm). Ganz durchgehalten hatte er damals nicht, aber immerhin 5 der 6 Runden der kraftraubenden Strecke (vom Hafen den Tomatenberg hinauf und durch die Marineschule wieder runter). Felix, der jetzt in der Klasse Junioren A startet, wurde 15. und benötigte 1 Stunde und 2:26 Minuten für die Strecke. 2. Deutscher wurde Nico Wieduwilt auf Platz 18 mit 1:02:27 h. und dritter Deutscher auf Platz 20 Toni Deubner, ebenfalls mit 1:02:27 h.
Von den Teilnehmern am Flensburg-Marathon finden wir immerhin einige unter den ersten: das sind Elio Cuncu, IT, Platz 13, sein Bruder Giacomo auf Platz 21, gleich dahinter Viktor Wilking, und Sieger Christian Domscheit auf Platz 25, alle unter 1:03 h. Erster Schleswig-Holsteiner war Sebastian Rehse vom Skate-Team-Lübeck als 62. mit einer Zeit von 1:02:31h!
Jana Gegner, die eine Supersaison hinter sich hat und bei den Weltmeisterschaften in Korea eine Bronzemedaille erkämpfen konnte, konnte immerhin den 4. Platz erreichen.
1. Tuchiarelli, Giovanna (ITA), WAkt, Alessi Powerslide, 01:14:02
2. Vaudan, Angèle (FRA), WAkt, Rollerblade World, 01:14:02
3. Gomez, Sandra (ESP), WAkt, Alessi Powerslide, 01:14:02
4. Gegner, Jana (GER), WAkt, Zepto Skate Team Int., 01:14:02
5. Begg, Nicole (NZL), WAkt, Salomon Smartskate, 01:14:02
Zweite Deutsche wurde Michaela Neuling auf Platz 16, gleich hinter ihr Sabine Rossow, beide in 1:14:03 h. Und erste Schleswig-Hosteinerin wurde Simone Kohl aus Gettorf mit dem 32. Platz in 1:14:05h!
Aus Flensburg sind nur drei TriAs-Skater dabei gewesen. Harald Winkler (auch SVA), Detlef Benthien und Ilona Harm. Von Detlef haben wir gehört, dass er mit dem Fahrrad nach Berlin gefahren ist, um dann den Marathon mitzuskaten. Nach dieser Leistung benötigte Detlef nur 1:34 h (1:33:33 netto), um die Marathondistanz als insgesamt 1243. zu beenden.
(Karin Grön)
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Berlin ist eine Reise wert ...
Morgens um 5.00 h Aufbruch nach Berlin.
Um 9.30 h bei der Startnummernausgabe. Schon hier ein riesiges Gedränge. Wie sollte es dann erst am Start sein?
Nach einer Stunde hatte ich dann endlich meine Startnummer. So fuhr ich erstmal zur Altonauer Str. am großen Stern um das Auto abzustellen. Ging prima und war nicht weit weg vom Start. Von hier aus ging es erst einmal zur Berliner Innenstadt. Berlin kannte ich nun schon, aber nochmals anschauen schadet ja nichts.
Start war eh erst um 16:30 h.
Um 15.00 h zum Auto sich umziehen. Holger hat ja gesagt mindestens 1 Stunde vorher am Start sein. In der Startzeile hielt ich Ausschau nach Ilona, konnte sie aber in den Gewühle nicht entdecken. Also kein kleiner Plausch vorm Start. Nachher im Ziel werd ich sie sicherlich noch sehen.
Punkt 16.00 h der Start der Profis. 5 Minuten später bin ich dann dran. Komme gut vom Start weg und kann, meiner Meinung nach, gut mithalten. Bis km 25 geht auch alles gut, bis plötzlich drei Skater in meiner Gruppe vor mir stürzen. Ich natürlich bei meinem Sturzglück gleich da drauf. Wieder mal ein paar Abschürfungen mehr. Gott sei Dank ist die Saison nun zu Ende.
Nach dem Schock und etwas wackeligen Beinen, waren die letzten Kilometer dann ohne Vorkommnisse und schon bald bog man in die Straße unter den Linden ein, am alten Fritz vorbei und ab durch das Brandenburger Tor. Gleich dahinter das Ziel und
schon wars der letzte Marathon dieser Saison geschafft.
In einer Zeit von 1:22:53 Std. kam ich ins Ziel, das war Platz 258 Gesamt und Platz 44 in meiner AK.
Nun wartete ich im Ziel noch auf Ilona. Müsste sie ja auch bald kommen. Leider muss ich sie in dem Gedränge aber übersehen haben.
Dabei war sie aber: hier ihre Zeit: 1:34:03 Std. Platz 387 Gesamt und Platz 99 in ihrer AK. Das war nach Wedel (1:33:56) ihre zweitbeste Zeit. Wird halt immer besser.
Sicherlich sendet sie auch noch einen Bericht mit ihren Eindrücken.
(Harald Winkler)
Berlin - immer wieder ein Erlebnis
Am Freitag fuhr ich mit einer gewissen Nervosität nach Berlin. Da ich mittlerweile aus einem der vorderen Startblöcke starten durfte, war ich gespannt, was mich dort erwarten würde, liest und hört man doch immer wieder, dass vorne heftiges Gedrängel und teilweise rücksichtloses Verhalten herrschen soll.
Am Nachmittag hieß es dann erst mal zur Messe fahren, um die Startunterlagen abzuholen. Ich schaute mir dann noch die Streckenpräsentation an. Da konnte einem glatt Angst und Bange werden, aber so schlimm ist die Strecke nun wirklich nicht.
Am Samstag fuhr ich schon relativ früh zum Startbereich. Vielleicht war es ein wenig zu früh, denn in der S-Bahn entdeckte ich keine Skater weit und breit. So hatte ich aber wenigstens Gelegenheit, mir in Ruhe die Durchfahrt durchs Brandenburger Tor anzuschauen. Von den angekündigten drei Durchfahrten gab es nur zwei und die erschienen mir doch reichlich eng, jedenfalls für die Spitzengruppe. Bis zur Öffnung des Startbereiches war immer noch viel Zeit, so vertrieb ich mir die Zeit, indem ich beim Kids-Race zusah und die Freestyle-Slalom-Fahrer bewunderte. Faszinierend, was man so alles mit den Skates machen kann. Manchmal konnte man den Eindruck gewinnen, die haben Gummi-Beine.
Um 14.30 wurde dann endlich der Startbereich geöffnet. Den richtigen Kleider-LKW zu finden, war diesmal gar nicht so einfach, da die Anordnung ein wenig verwirrend war und auch nicht ganz stimmte.
Es gab eine extra Skater-Aufwärmzone, in der sich nicht nur sehr viele Skater tummelten, sondern auch etliche Radfahrer und einige Autofahrer. Der Höhepunkt war aber der holländische Reisebusfahrer, der mitten in der Menge versuchte zu wenden, was ihm aber nicht so richtig gelingen wollte. Glücklicherweise waren hinter dem Bus nur Poller und Bäume und keine Skater. Dieser Vorfall sorgte aber anscheinend schon bei einigen Skatern für einen heftigen Adrenalinschub.
Harald war leider zwischen den Massen nicht auszumachen, ich hatte sogar noch eine Extra-Runde zwischen den Kleider-LKW´s gedreht.
So langsam wurde es auch Zeit, sich zum Startblock zu begeben, der sich auch ziemlich schnell füllte und das Gedränge nahm doch bedenklich zu. Ich hoffte nur, beim Start nicht über den Haufen gerannt zu werden, so wie schon von hinten geschoben wurde. Dann zum Glück endlich der Start der Profis. Bald kam auch mein Startblock dran und der Start lief gut ab. Den ersten Nervenkitzel gab es, als es Richtung Alt-Moabit ging und plötzlich nicht mehr fünf Skater nebeneinander passen, sondern nur noch maximal drei, aber auch das ging gut. Aber so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, war es doch nicht. Man musste aber die ganze Zeit sehr konzentriert fahren, denn teilweise wurde es doch ziemlich eng, dann tauchten ab und zu plötzlich ungesicherte Verkehrsinseln auf und der Asphalt war an einigen Stellen nicht besonders gut, aber da sind unsere verschmutzten Feldwege manchmal viel schlimmer. Und an einigen Stellen sorgte die tiefstehende Sonne für ein paar Sekunden Blindflug. Wenigstens wurden die angekündigten Seile nicht in die Schienen gelegt. Die waren meiner Meinung nach immer eine Gefahrenquelle, da sie einige Zentimeter aus den Schienen herausragten. Aber die Schienen scheinen für einige Teilnehmer eine sehr große Herausforderung zu sein, oder warum wird die Masse der Skater vor Schienen plötzlich so langsam? Leider habe ich auch einige Skater stürzen sehen, aber ich kam ohne größere Probleme durch.
Am Potsdamer Platz ging mir ein wenig die Puste aus, aber es war ja nicht mehr weit zum Ziel und endlich war das Brandenburger Tor in Sicht. Die Zuschauermassen sorgten noch mal für einen Motivationsschub, um noch einen kleinen Schlusssprint zu starten.
Im Ziel gab es dann doch fast noch einen Unfall, als eine Skaterin mich bei der Medaillenausgabe fast umfuhr (es gab auch nicht sehr viel Auslauf vom Ziel bis zur Medaillenausgabe), aber auch dies ging gut.
Allein wegen der Stimmung an der Strecke hat es sich wieder mal gelohnt, in Berlin mitzulaufen. Nächstes Jahr bin ich aus diesem Grund sicherlich wieder dabei.
(Ilona Harm)
© TriAs Flensburg