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Schleswig-Holsteinische
Landesmeisterschaften 2007 in Halstenbek

12. Mai 2007

Schauer und nasse Bahn -
der richtige Einstieg für die Ilona und Harald


Wir hatten seit Tagen den Wetterbericht verfolgt und nach dem letzten Stand sollte es ab Mittag trockener werden. Warum wir dann schon um 8 Uhr aufbrachen, weiß ich nicht so richtig, aber so bekamen wir einen Parkplatz gleich dort, wo wir unseren neuen, stabilen Pavillon zum Auseinanderziehen aufbauen wollten. Wie immer bauten wir direkt bei den Halstenbekern an. 13 Teilnehmer und Betreuer waren zu erwarten und so mussten wir den alten Pavillon aus vielen Rohren und Verbindungen auch noch zusammen puzzlen. Dieses Mal unterstützt von Baufachmann Harald schaffte es die Baucrew um Oliver, ratzfatz ein relativ trockenes "Heim" zu schaffen. Eine Plane am Boden war für die Klamotten reserviert, die restliche Fläche wurde mit Campingstühlen voll gestellt. Der Platz reichte dann auch gerade aus für die 5köpfige Familie Nielsen, Ilona, Harald, Oliver und Kristine, Gerhard, Holger, Karin und Lisa. Nur zwischen den Pavillons ergab sich bei heftigen Schauern eine tropfende Demarkationslinie, von der man sich tunlichst fern hielt.

Kurz vor der Begrüßung begann es wieder zu tröpfeln, aber egal, 10 TriAsse nahmen hinter dem Vereinsschild Aufstellung und rollten eine Ehrenrunde.

Mit einer Stunde Verspätung wegen der Nässe begann der Wettkampf. Als erste mussten Kristine und Lisa ran. 300 m Massenstart mit 7 Mädchen. Kristine kam gut weg und lief als 2. in das Ziel. Lisa hatte mehr Probleme. "Die schubsen ja, die Berlinerinnen", beklagte sie sich hinterher. Aber es war auch ihr erstes Rennen auf einer Bahn mit ehrgeizigen Konkurrentinnen. So kam sie als letzte an. Im zweiten Rennen lief es umgekehrt. Bei 500 m Massenstart kam Lisa als zweite vom Start weg - wahrscheinlich um den Kämpfen zu entgehen - wurde dann aber überholt und kam als 5. in das Ziel. Kristine hingegen startete schlecht, holte aber auf und kämpfte sie sich auf den 4. Einlaufplatz vor. Der letzte Wettkampf der Mädchen war der Gewandheitslauf. Auf nassem Boden zeigten sie gute Leistungen. Lisa rutschte zwar im engen Kreisel einmal kurz aus, fing sich aber schnell und beide Mädels bewältigten den Parcours ansonsten fehlerfrei und zügig. Die Stoppuhr wies ihnen aber trotz einiger Fehler anderer Mädchen Platz 4 (Kristine) und Platz 5 (Lisa) zu. Alle Läufe zusammen ausgewertet erreichte Kristine den Titel der Vizemeisterin (Platz 2) und Lisa erlangte Platz 4. Die sympathische Julia Moser wurde auf allen Rennen verdient Erste. Sie setzte sich überzeugend von den auswärtigen Teilnehmerinnen und den relativ dicht zusammen liegenden Leistungen der beiden TriAsse und Joelin Zoschke ab.

Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaften 2007 Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaften 2007
Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaften 2007 Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaften 2007

Die Älteren kamen wegen der Wetterverhältnisse nur in den Genuss von 2 Strecken. Immer wieder musste der Zeitplan umgeworfen werden, weil die Sprintrennen nur auf relativ trockenem Boden ausgetragen werden können.

Ganz trocken wurde es leider nie, und so war es fast unmöglich, bei den nach Eisschnelllaufregeln ausgetragenen 300 m Rennen auf der Innenbahn dicht "an die Klötzer" zu gehen. Traumergebnisse waren damit nicht zu erwarten und die schnellen Zeiten der Aktiven Herren (z. B. Nicky = 29,277) waren um so mehr zu bewundern. Kristian Nielsen lief in seiner Altersklasse die zweitbeste Zeit. Sein Bruder Jens gehört zum jüngeren Jahrgang der Junioren B und war erwartungsgemäß langsamer. Es zeigte sich aber wieder sein guter Stil. Da dürfte noch etwas herauszuholen sein.

Die Jungs der Jugend und der Junioren B starteten gemeinsam zum 3.000 m Punkte-Rennen. Die jüngeren hatten so nicht viele Chancen auf Punkte, bei ihnen zählte nur das Einlaufergebnis. Timm Maasberg ergatterte 3 Punkte, Kristian einen - Timm kam als erster in das Ziel, Kristian als zweiter und Lucas als Dritter, damit änderten die Punkte nichts am Ergebnis nach Einlaufergebnis. Jens als Jüngster wurde Vierter.

Bei den Senioren blieben die Sprintzeiten wegen des nassen Asphalts ebenfalls unter den normalen Ergebnissen. Erstaunlich war aber, dass Harald als Bahnanfänger, bei dem technisch noch eine Menge heraus zu holen sein dürfte, unter 39 Sek blieb. Ilona war besonders in den ungewohnten Kurven vorsichtig, wie Karin auch wegen ihrer noch nicht ganz ausgeheilten Verletzung.

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Die 500 m Strecke wurde gestrichen und so war gegen Ende des Tages endlich auch für die Senioren die Langstrecke zu bewältigen. Der Boden war nass, als die Mädels an den Start gingen, Ilona schlug sich gut. Sie und Karin lösten sich bei der Führungsarbeit ab. Als beide in das Ziel kamen, wurde ihnen zugerufen, sie sollten noch eine Runde laufen. Was einigen Spott der Freunde hervorrief. Zu Unrecht, aber lieber nicht diskutieren, hängen wir eben eine Runde ran. Hinterher klärte sich schnell: Die Runde war unnötig. Das Ergebnis der vorherigen Strecke zählt. Ilona erklärte 3.000 m auf der Bahn hinterher für anstrengender als längere Strecken auf der Straße. Der Vorteil auf der Bahn ist aber, dass keine Steine herumliegen!

Als letztes mussten die Männer ran. Holger lief eine hervorragendes Rennen. Teilte sich die Arbeit mit seinen Mitskatern, führte die Gruppe wieder an einen Ausreißer heran und passte auf, dass er zuletzt nicht wieder abgekocht wurde. Harald teilte sicher die Empfindungen von Ilona bezüglich der Anstrengung. Leider wurde seine Zeit nicht festgehalten. Das lag vermutlich daran, dass Unbeteiligte über die Ziellinie fuhren, was eigentlich nicht sein darf. Schade. Auch für Gerhard wurde es hart, aber er kämpfte tapfer und lief eine Zeit, die sich sehen lassen kann. Als ältester Teilnehmer hatte er zuvor der lokalen Presse ein Interview geben müssen.

Dann hieß es schnell, schnell, Skates aus, Umziehen, Abbauen. Uff, die Beine waren schwarz - feiner Schlamm war hochgespritzt. Die Socken durch, die Lager ganz sicher voll Wasser und Dreck. Irgendwie den Dreck abwischen, Umziehen, Packen, Abbauen, das lief super, weil die, die schon fertig waren, schon abbauten und aufräumten. Und dann doch wieder Warten. Hätten wir uns doch auch denken können. Auswerten und Urkunden fertigen, das dauert nun mal. Dafür entschädigte uns ein Regenbogen zur Siegerehrung.
Hoffentlich wirkte das Wetter auf unsere Bahnneulinge nicht allzu abschreckend.

(Karin Grön)

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