Skate-Team-Flensburg
Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.
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DM der Aktiven und Senioren
auf der 300m-Bahn in Berlin
22.-24 Juni 2007
8 Medaillen für TriAs Flensburg
Holger Grön zweimal Deutscher Meister und 2 mal Deutscher Vizemeister im Rollschnelllauf
Nach zwei Jahren Pause hatten wir uns wieder entschlossen, an der DM teilzunehmen. Dass es sehr viel Spaß macht, auf der 300 m- Bahn in Hohenschönhausen mit ihrem glatten Asphalt und ihren nicht zu weiten Kurven zu skaten, entdeckten wir schnell wieder. Und wir wurden von vielen begrüßt, wie die verlorenen Kinder. Aber es gab auch sehr viele neue Teilnehmer, auch in unseren Altersklassen, die wir gar nicht kannten.
Zum ersten Mal hatten alle Teilnehmer am Freitag die Chance, die 300 m einzeln und im Lichtschrankenstart zu laufen. Allerdings ziehen sich solche Einzelzeitfahrwettkämpfe lange hin.
Bei den Aktiven, aber auch in den jüngeren Altersklassen wurden erstaunliche Zeiten erreicht. Der schnellste Aktive, Matthias Schwierz, schaffte die Strecke in 25,101 Sekunden, unter 26 blieben aber nur 2 weitere Athleten, viele brauchten 26, 27 und 28 und mehr Sekunden. Um so anerkennenswerter einige Zeiten in der AK 30 schnellster 30er war Rainer Arnold mit 28,006 sek und schnellster 40er Eyk Terpe mit 28,758 sek.
Ich hatte mich einfach zu früh warm gemacht und nach mehreren eingeschobenen Pausen für Siegerehrungen und Vorläufen war ich schon total steif, als ich endlich dran kam. Auf der schrägen Lauffläche kurz vor der Kurve konnte ich die Rollen beim Start gar nicht ruhig halten, aber ehrlich gesagt, ich konnte nicht mal den Fuß mehr so quer setzen, wie es für den Lichtschrankenstart nötig wäre. So hab ich dann am Start Zeit verschenkt - man kann eben nicht genügend üben. 38,263 Sekunden reichten dann doch für Bronze. Aber die Siegerin, Karin Stangl schaffte die Strecke in 33,238 sek, das liegt weit außerhalb meiner Möglichkeiten.
Holger hatte sich schlauerweise erst viel später die Skates angezogen und war deshalb auch noch fit. Mit einer Zeit von 33,958 sek blieb er nur 7 Hunderstel hinter dem Ersten, Norbert Jakobi aus Groß Gerau, und errang so seinen ersten Vizemeistertitel.
Unerwartet war es sehr spät geworden. Mit unseren Berliner Freunden vom Eissschnellauf, Katja und Ronald, kamen wir deshalb erst gegen halb zehn zum Essen, ungewaschen und ungekämmt - das wäre zu spät geworden. Und nach dem Essen gab es kein warmes Wasser mehr im Hotel. Zum Glück war es so warm, dass man auch mal lauwarm duschen konnte.
Am nächsten Tag ging es um 9:00 Uhr weiter, wir waren aber erst später dran. Für den Tag waren Schauer und Gewitter angekündigt. Unseren ersten Lauf bekamen wir aber noch vorher durch. Über die 1.000 m ging es gleich zur Sache, doch mehr als der dritte Platz war für mich wieder nicht drin (2:08,674). Holger bestätigte auf der Kurzstrecke von 1.500 m ebenfalls seine Platzierung und wurde hinter Norbert Jakobi aus Groß-Gerau zweiter (2:47,792).
Das Programm musste wegen mehrerer Schauer und Gewitter oft umgestellt werden, aber wir hatten Glück. Während die Damen AK 40 am frühen Nachmittag noch durch die Nässe behindert waren, fuhren die Herren der AK 40 die Bahn ratzfatz trocken. Wir hatten schon eine total trockene Strecke und die 3.000 m machten richtig Spaß. Während Karin Stangl und die zweite, Ilonka, gleich abzogen, verbündeten Christine und ich uns erstmal und fuhren gemeinsam, die Letzte konnte sich zeitweise noch anhängen. Christine, die bereits in den 60ern ist, war superfit und konnte mir sogar eine Runde Windschatten geben. Danach schaffte sie es lange, dran zu bleiben, während die andere wegen ihrer schlechten Kurventechnik nicht mehr mithalten konnte. Das Ergebnis war wieder Bronze für mich (6:55,027).
Die AK60 Männer wurden, weil es schon wieder so spät wurde, gemeinsam mit den AK 50 Männern gestartet und Holger nutzte seine Chance. Nicht nur, dass ihm seine Ausdauer über die 5.000 m zu Nutze kam, er konnte auch noch an die 50er anschließen und deren Zwischensprints mitgehen. Norbert hielt zwar Anschluss, aber Holger war stärker und so sicherte er sich seinen ersten Meistertitel (9:22,856).
Zwischen unseren Rennen konnten wir die spannenden Rennen der Aktiven beobachten, darunter die Highlights, die 10.000 und 20.000 m Ausscheidungsrennen der Damen und Herren. Bei den Herren gingen 48 Sportler an den Start und es war Skaten vom Feinsten. Zweimal sah es aus, als würde einer stürzen, aber er kam vom Boden noch hoch und blieb sogar in der Gruppe, Wahnsinn, reine Artistik. In einem der Rennen übernahm "Oldie" Tilo Bock aus Dresden wieder 2 Runden lang die Führung und lief weit vor dem Feld bis ihn die anderen wieder einfingen. Und plötzlich krachte es, Tilo lag am Boden. Aber er raffte sich schnell wieder auf und schaffte es tatsächlich, wieder an das Feld heranzufahren. Sieger wurde Pascal Ramali aus Groß Gerau.
Erstaunlich waren die Leistungen der Marathonläufer Bernhard Krempl und Markus Pape, die erst spät mit dem Bahnlaufen angefangen haben. Krempl erreichte sogar Platz 10 (auch in der Gesamtwertung nach allen Strecken) und Pape Platz 31 (Gesamt 15) Sören Harder, der auch eine Runde führte, wurde 23. und Nicky Pust 27. Am Sonntag war Sören leider nicht mehr am Start, weil er Hamburg laufen wollte.
Ein Rennen blieb uns noch für den Sonntag. Da es trocken blieb, gab es nicht viele Verzögerungen, doch wir waren fast die letzten. Während der 1.500 m, nicht gerade meiner Lieblingsstrecke, brüllte Holger immer: "mehr Druck!", weil meine Konkurrentin meinen Windschatten nutzte. Irgendwann klickerte es endlich in meinem Hirn und alleine durch länger auf den Rollen Stehenbleiben in den Kurven konnte ich sie abhängen. Und wurde wieder Dritte (3:15,152). Damit waren eigentlich alle meine Ergebnisse Einzelzeitergebnisse, wenn man mal von einer Runde der 3.000 absieht.
Holger hatte wieder das Glück, dass zusammen mit den 50ern gestartet wurde und bei den 3.000 m konnte er wieder Taktik und Ausdauer nutzen. Wir schrieen uns auch die Kehle wund, um ihn noch weiter nach vorne zu treiben. Denn eine gute Zeit ist ja immer wichtig (5:30,656).
3 Tage Inline-Speedskaten waren damit zu Ende. Für uns und besonders für Holger sehr erfolgreiche Tage, aber wichtig war wieder der Kontakt zu all den netten Skatern aus ganz Deutschland. Und das Bahnfahren auf dieser tollen Anlage haben wir sehr genossen. Und wir haben erlebt, auch am Beispiel Karin Stangl, wie man sich technisch auf der Bahn so weiterentwickeln kann, dass man auch als Straßenfahrer hervorragende Zeiten erreichen kann. Bei der DM in Fläming war sie zwar auch schon schnell gewesen, aber wegen ihrer schlechten Technik keine Gefahr für die anderen 40erinnen. Nun konnte man sehen, wie sie gearbeitet haben muss und ihr Potential voll ausnutzen konnte.
Nachzutragen bleibt noch, dass sich unsere Halstenbeker Freunde auch super geschlagen haben. Während es Sören, Nicky und Maxi in der Aktivenklasse sehr schwer haben und da schon mittlere Platzierungen eine tolle Sache sind, konnten sich Thorben Woelki, Moritz Krellmann und Julia Moser in ihren Altrsklassen auf dem Treppchen platzieren. Thorben wurde über 1.500, 3.000 und die 5.000 Vizemeister der AK 30 und Julia schaffte es im Deutschen Nachwuchsbestenwettbewerb über die 300 m sogar auf den Ersten Platz (Schüler A10)! Moritz schaffte bei den Schülern B 8 Gold über die Strecke von 200 m, über 30 m wurde er zweiter! Bei starker Konkurrenz wurde Claudia Rieger 4. über die 1.500 m, an den anderen Läufen konnte sie nicht teilnehmen, weil auch sie in Hamburg startete.
(Karin Grön)
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