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Speedskaten im TriAs Flensburg e.V.

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Ja, ich will skaten ...

(Grundsätzliche Tipps)

Wie sollten Sie die Sache (nicht) anpacken?

Zum Kaffeeröster gehen, ein paar Skates mit Schutzkleidung kaufen und auf der Garageneinfahrt üben? - Davon können wir nur dringend abraten.
Erstens von den "Kaffeeskates".
Bisher hat es nach unseren Erfahrungen keiner der Billiganbieter geschafft, Skates auf den Markt zu bringen, mit denen das Fahren wirklich Spaß macht, das hängt z.B. von der Herstellungsweise und Qualität der Rollen und Lager ab, aber auch von Passform der Schuhe, usw.
Und zweitens von Do-it-yourself auf ungeeigneten Flächen.
Die Garageneinfahrt ist nun überhaupt kein geeigneter Ort, es hat genügend Leute gegeben, die kaum auf den Rollen standen, als sie hintenüber kippten und sich schwer verletzt haben. Paradoxerweise ist das Stehen das Gefährlichste am Rollen.

Das bringt uns zu der Frage:

Ist Skaten gefährlich?

Eine gute Frage für Radio Eriwan: Jein.
Jeder Bewegungssport birgt ein Risiko. Das Inline-Skaten ist vor allem in die Schlagzeilen gekommen, weil die anfänglichen Hauptbereiche, das sogenannte Aggressive-Skaten tatsächlich fast akrobatisches Können verlangt, das nicht jeder hat, der es versucht. Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass in allen Bereichen ausreichende Schutzkleidung vernachlässigt wird und viele Skater ihr Können überschätzen. Mancher stellte sich auf die Skates, weil er sich für sportlich hielt und sauste mit wehenden Haaren einen Weg hinunter - solch ein Verhalten kann gut gehen, man geht aber ein sehr großes Risiko ein.
Viele scheitern schon vorher: Die falsche Haltung, Übergewicht nach hinten und schon stürzt man nach hinten, die hintere Rolle dient als Achse für den ganzen Körper. Mit den Hand- oder Fingergelenken muss dann ein Mehrfaches des eigenen Gewichts aufgefangen werden. Dieser Wucht direkt von oben haben die besten Schützer nicht viel entgegenzusetzen.
Der Sturz aus der Fahrt ist halb so schlimm. Die Gleitflächen an den Schützern vernichten einen ganzen Teil der Aufprallenergie. Meistens kommt es nur zu Abschürfungen, wenn die Schützer mal nicht richtig getroffen werden. Auf den Helm sollte man nicht verzichten. Stürze sind immer möglich, den Kopf trifft es zwar eher selten, aber wenn ...

Skate smart heisst die Devise. Das ist neudeutsch für Vorausschau und Rücksicht, für die angepasste und vorausschauende Fahrweise, die Skaten die Gefährlichkeit nimmt. Der Boden muss genauso beobachtet werden, wie der Verkehr. Kleine Äste oder Steine blockieren, wenn sie unglücklich getroffen werden, die Rollen ...

Sie haben sich nun entschieden, es zu versuchen, ... wie geht's weiter?

Hier ein paar Tipps:

  • Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten - wir empfehlen Xtreme, unseren Sponsor. Hier kennt man sich aus, verfügt über Messgeräte und ist mit Ansprüchen und Problemen von Skatern bestens vertraut.
  • Vor dem Kauf von Inlineskates sollten Sie fragen, ob man Ihnen Kurse anbieten bzw. vermitteln kann, und ob Sie Inlineskates leihen können.
  • Im Kurs können Sie feststellen, ob dieser Sport Ihnen liegt, sie können ev. auch gleich ein erstes Paar Skates testen.
  • Es gibt allerdings ein Problem: In Flensburg können aus personellen Gründen, aber auch weil wenig Hallenzeiten zur Verfügung stehen, nicht viele Kurse angeboten werden. Sie sollten deshalb auch überlegen, ob Sie Ihren Urlaub für einen Skatekurs nutzen können. Es gibt bereits ein Reihe von Urlaubsorten, die auf Skater eingerichtet sind.
  • Kurse sollten über ein paar Einheiten gehen, die immer wieder nachgefragten Fallübungen insbesondere bei älteren Menschen auf ein Mindestmass beschränkt werden. Man kann das Fallen kaum lernen, weil die Situationen immer anders sind, doch man kann Vertrauen zu seiner Schutzausrüstung fassen .
  • Wenn Sie es doch unbedingt alleine versuchen wollen:
    Vorsichtig aufstehen. Immer einen oder beide Skates unter den Körperschwerpunkt bringen. Richtig stehen lernen - immer ein wenig in der Vorhalte, mit immer ein wenig eingeknickten Knien. Einen Skate mit dem anderen sichern, um unbeabsichtigtes Wegrollen zu verhindern

Wie geht es weiter?

  • Der Kurs ist vorbei und nun wollen Sie Skates kaufen. Da empfehle ich: wieder ab in das Fachgeschäft und kritisch probieren, welcher Schuh Ihnen gut passt und sich für Ihren Zweck eignet (ein paar Tipps dazu später).
  • Schutzausrüstung nicht vergessen! Dazu gehören nicht nur Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschützer, sondern auch - und das ist ganz wichtig - ein Helm. Auch der Fahrradhelm ist gut geeignet.
  • Für Ihre ersten Ausfahrten suchen Sie sich bitte einen ungefährlichen, ebenen Platz und gewöhnen Sie sich an das Skaten auf Asphalt. Üben Sie immer wieder Kurven, das Bremsen und skaten Sie auf einem Bein. Slalomstrecken machen Spass und bringen weiter. Dann gewöhnen Sie sich an kleine Gefällestrecken. Die findet man ebenfalls auf manchen Parkplätzen.
  • Wenn Sie sich nun einigermaßen sicher fühlen, suchen Sie anfangs Wege auf, bei denen die Gefällestrecken nicht an Vorfahrtsstrassen enden, wie es z.B. bei der Nordstrasse zwischen Flensburg und Munkbrarup der Fall ist.
  • Verabreden Sie sich mit anderen Kursteilnehmern, in der Gruppe macht das Skaten viel mehr Spass, aber lassen Sie sich nicht zu waghalsigen Unternehmungen verführen. Oder skaten Sie in der Fitnessgruppe des TriAs Flensburg!
  • Wer mehr will, an Wettkämpfen im Speedbereich teilnehmen will, ist im TriAS Flensburg gut aufgehoben. Über den Verein bekommt man die Rennlizenz und erfährt wichtige Neuigkeiten. Im Winter, in der Halle, liegt ein besonderes Gewicht auf dem Techniktraining. Im Sommer geht es dann mehr um Ausdauer und Schnelligkeit.

Kauftipps

  • Die Skates müssen gut passen. Das können Sie erst beurteilen, wenn Sie den Fuss ganz fest in die Hacke gestellt und den Skate zugeschnürt haben. Nun darf der Zeh nicht mehr vorne anstoßen und auch sonst muss er gut sitzen. Zu groß darf der Skate nicht sein, das gibt Blasen und stört den Abdruck Im Laufe der Zeit wird man immer mal wieder einen "Reibungspunkt" feststellen. Abhilfe bringt Sport-Tape, das, direkt auf die Haut geklebt, Blasen vermeidet. Ist die Blase da, kann der Apotheker helfen, es gibt spezielle Pflaster, die wirklich gut helfen. Geht es auf Dauer nicht - ab ins Fachgeschäft. Der gute Händler kennt ein paar Tricks, den Schuh anzupassen.
  • Die Marke ist egal, Hauptsache, keine Billigware. Lieber Vorjahresmodelle.
  • Der im Preis mancher Skates enthaltene Skatekurs (K2) reicht im allgemeinen nicht aus. Diese Kurse werden teilweise nur in Grossstädten veranstaltet und dauern ca. 2 Stunden.
  • Fitness-Skates sind für Sie erst einmal die beste Wahl. Sie sind mit besseren Kugellagern und grösseren Rollen aufrüstbar.
  • Wenn Sie bereit sind, so richtig Geld auszugeben, versuchen Sie, Skates zu bekommen, bei denen man die Schienen abmontieren kann. Sie können die Skates dann bei Bedarf noch besser "aufrüsten", d.h. leichtgängiger und damit schneller machen
  • Lassen Sie sich zeigen, wie man die Rollen und Lager montiert.
  • Lassen Sie sich nicht von der Angabe "Lager ABEC 7" im Billigskate täuschen. Die ABEC-Normen sind Fertigungstoleranzen, die kaum kontrollierbar sind. Auf das Material kommt es mehr an. Lagerkauf ist Vertrauenssache.
  • Rollen: Gemütliches Fahren wird durch einen niedrigen "Rebound"-Faktor (Härte) begünstigt (72A - 76A), eine hohe Zahl weist auf eine schnelle Rolle hin. Schneller ist man auch mit grösseren Rollen (Durchmesser ab 76mm).
  • Die Schutzausrüstung muss kommod passen, darf aber nicht verrutschen. Der Helm muss gut belüftet sein. "Stahlhelm"-ähnliche Teile ohne Lüftungslöcher sind für Rampenskaten gedacht und ungeeignet.

Der gute Rat zum Schluss:

Meiden Sie Sandwege, aber auch stark verschmutzte oder viel befahrene Strassen und Wege! Seien Sie vorsichtig, wenn die Fahrbahn glatt ist, z.B. bei Regen, der auch den Lagern schadet oder auf Ölflecken.
Und denken Sie daran: "Skate Smart"


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